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Florian Silbereisen ruft zum Gebet: Minarett gehackt

Da staunten zahlreiche Türken in der nordosttürkischen Stadt Rize nicht schlecht, als sie sich gerade zum Gebet bereit machten. Anstatt, dass der Muezzin zum Gebet ruft, erklang aus den Lautsprecherboxen der Minarett Volksmusik. Es ist wohl das Werk eines Hackers.

Die moderne Technik macht auch vor dem muslimischen Glauben nicht Halt. Wo früher Muezzine aus Fleisch und Blut ihren Ruf zum Gebet ausstießen, erledigen heute große Lautsprecherboxen diesen Job. Und diese Boxen sind an ein elektrotechnisches System gekoppelt. Vor dem Hacker wohl nicht zurückschrecken.

Denn wie die Heute-Sendung auf dem ZDF berichtet, sollen Unbekannte am Wochenende in das System für den zentralen Gebetsruf der türkischen Stadt Rize eingedrungen sein und den Ruf des Muezzin durch Volksmusik ausgetauscht haben. Aus allen Minaretten erklang volkstümliches Gedudel. Das habe wohl die vielen Gläubigen dort ziemlich erschreckt.

Fünf Minuten lang soll der Volksmusik-Schock gedauert haben. Das ist ja schon für viele Nichtgläubige kaum zu ertragen. Für Mufti Ilyas Serenli seien es laut der Heute-Sendung 'unschöne Klänge' gewesen, die die Gläubigen dort hören mussten. Ein türkischer TV-Sender wittert Sabotage. Und es sieht tatsächlich so aus, als seien Hacker in das zentrale Rufsystem der Schwarzmeer-Stadt Rize eingedrungen und haben den Ruf des Muezzin in allen Minaretten gegen Volksmusik getauscht.

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