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Flugzeugunglück in New York bzw. 'Das Wunder vom Hudson'

In New York ist ein Flugzeugunglück auf dem Hudson River unfassbar glimpflich ausgegangen. Ein voll besetzter Airbus bekam über dem berühmten Fluss Probleme und musste auf der eisigen Wasserfläche notlanden. Wie durch ein Wunder kam keiner der 155 Passagiere ums Leben, es ist die Rede von dem "Wunder vom Hudson".

Die Maschine vom Typ Airbus 320 der US-Airways war erst kurz zuvor vom LaGuardia Flughafen in New York gestartet und auf dem Weg nach Charlotte in North Carolina. Bereits wenige Minuten später meldete der erfahrene Kapitän Chesley Sullenberger, dass er Probleme mit den Triebwerken hätte und auf dem Hudson River notlanden werde. Das Flugzeug landete auf dem Wasser und fing an darin zu versinken. Sullenberger behielt den Überblick und wies die Passagiere an, sich auf die Tragflächen zu begeben. Schiffe aus der Umgebung eilten zur Hilfe und fast ebenso schnell waren die Rettungskräfte mit Booten zur Stelle. Zahlreiche der 155 Passagiere standen unter Schock, erlitten Brüche, Unterkühlungen und andere Verletzungen, aber an Land warteten bereits über 100 Rettungsfahrzeuge, die sie schnellstmöglich in die naheliegenden Krankenhäuser fuhren.

Es war einer der kältesten Tage des bisherigen Winters in New York, deshalb sind alle Beteiligten besonders glücklich über den Ausgang des Unglücks. Besonderen Dank erhielt Flugkapitän Chesley Sullenberger, der mit mehr als 40 Jahren Flugerfahrung die Ruhe bewahrte. Er sei sogar noch zwei mal durch den Innenraum der sinkenden Maschine gegangen, um sicherzustellen, dass niemand mehr dort war. New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg lobte den Ablauf der gesamten Rettungsaktion und hob ebenfalls Sullenberger hervor: "Dieser Pilot hat wunderbare Arbeit geleistet und es geschafft, dass mehr als 150 Menschen das Flugzeug lebend verlassen konnten." Governeur David Patterson benannte den Tag gleich malerisch mit: "Ich glaube, wir haben jetzt ein Wunder vom Hudson."

Der Grund für den Ausfall der Maschine sei ein "doppelter Vogelschlag" gewesen, vermutlich war ein Schwarm Gänse in die Triebwerke geraten. Die Passagiere hatten das Glück, dass Sullenberger nicht nur ein erfahrener Pilot ist, sondern auch noch ein ausgewiesener Experte in der Flugsicherheit. Später wurde das Frack mit Stahlseilen am Sinken gehindert und bis zu einer Anlegestelle gezogen, um sicherstellen zu können, dass tatsächlich niemand außer der 155 Überlebenden an Bord der Maschine war. Es blieb beim Happy End und so dürfen die Amerikaner bei diesem Ausgang eines Flugzeugunglücks wohl zurecht von dem "Wunder vom Hudson" sprechen.

Quelle: Welt Online, heute.de, Sueddeutsche.de
Bild: YouTube

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