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Flutkatastrophe in der Türkei: 31 Tote

In der Türkei sind gestern bei schweren Unwettern mindestens 31 Menschen ums Leben gekommen. Nach mehreren Tagen mit kräftigen Regenfällen war es in der Nacht zum Mittwoch zu einem Regensturm über dem Nordwesten des Landes gekommen. Die Bauweise in den Städten hat die Katastrophe eindeutig begünstigt, türkische Politiker räumen Fehler ein.

Von den mindestens 31 Toten stammen allein 24 aus Istanbul. Der Sturm sorgte für Springfluten und Überschwemmungen, zwei Flüsse schlugen über die Ufer, die Menschen hatten mit zwei Meter hohen Wassermassen zu kämpfen. Teilweise ertranken sie in ihren Autos auf den unpassierbaren Hauptstraßen. Die Autobahnen nach Bulgarien und Griechenland waren zum Teil ebensowenig befahrbar, ein einziges Chaos. Laut "Bild.de" erwartet man heute in der Türkei weitere starke Regenfälle.

Wie "Zeit Online" berichtet laufen inzwischen die Aufräumarbeiten nach der Flutkatastrophe in der Türkei, Politiker räumten außerdem schwere Fehler in der türkischen Baupolitik ein. Zu viele illegale Bauaktivitäten seien geduldet worden, der Transportminister Benali Yildirim sagte, dass eine solche Regenflut in anderen Ländern nicht solch schwerwiegende Folgen hätte. Teilweise waren sogar Häuse in Flussbetten gebaut worden, die Menschen in Istanbul hatten so keine Chance, der Flut zu entkommen.

Insgesamt handelte es sich um die größte Flutkatastrophe und die stärksten Regenfälle in der Türkei seit Jahrzehnten. Durchschnittlich fallen im September 35 Liter Niederschlag pro Quadratmeter, allein seit Dienstag waren 220 Liter gemessen worden. Experten führen dies auf den Klimawandel zurück. Einige Menschen werden nach der Flutkatastrophe noch vermisst, man kann nur hoffen, dass die Türkei das Schlimmste bereits hinter sich hat.

Bild: YouTube

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