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Forscher wollen künstliches Gehirn erschaffen

Das "Blue Brain Project" soll es bis 2020 ermöglichen, ein künstliches Gehirn zu erschaffen. Wissenschaftler an der Technischen Hochschule Lausanne tüfteln unter der Leitung von Professor Henry Markram schon länger an diesem wissenschaftlichen Mammutprojekt. Zehn Jahre geben sich die Forscher noch, dann soll es möglich sein. Das berichtet jetzt bild.de.

Es ist das komplexeste und undurchsichtigste Geflecht im menschlichen Körper: das Gehirn. Über 100 Billionen Neuronen sorgen täglich für unzählige Gedankenströme. Was aber genau im Kopf abläuft, darüber ist sich die Wissenschaft auch heute noch uneins. Das "Blue Brain Project" soll nun endlich Klarheit schaffen.

Professor Markram von der Technischen Hochschule Lausanne sagt laut bild.de, dass es durch die heutige Technologie möglich sei, die Abläufe im Gehirn nachzuvollziehen. Und deswegen sei es dann auch möglich, ein künstliches Gehirn nachzubauen. "So detailgetreu wie möglich", sagt Professor Markram.

Deswegen steht in Lausanne einer der leistungsstärksten Computer der Welt. An ihm soll ein Gehirn Zelle für Zelle nach gebaut werden. Alle Hirnfunktionen werden von Computerchips simuliert. Der Mega-Computer kann 20 Trillionen Berechnungen pro Sekunden durchführen und kann somit Hirntätigkeiten simulieren. Und mit ihm konnten die Wissenschaftler schon ein künstliches Gehirn in XXS-Format erschaffen.

Es ist Professor Markram und seinen Leuten gelungen, mit zehntausenden Chips die Großhirnrinde einer Ratte nachzubauen. "Wir konnten eigenständige Denkweisen des Computers wahrnehmen" sagt Markram laut bild.de. In 2020 soll es dann auch möglich sein, ein menschliches Gehirn nachzubauen.

Bild: bild.de, bild.de

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