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Das Ende einer Ära? Frankfurter Rundschau ist pleite

War es das mit der Frankfurter Rundschau? Das Blatt aus Hessen ist eigentlich aus der deutschen Zeitungslandschaft nicht wegzudenken. Aber eventuell muss ein Umdenken stattfinden, denn das Blatt hat akute monetäre Probleme. Jetzt wurde sogar ein Insolvenzantrag gestellt. Wie und ob es mit der Frankfurter Rundschau weitergeht, steht derzeit noch in den Sternen.

Eingereicht hat diesen Antrag das Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main. Drohende Zahlungsunfähigkeit sei laut dem Nachrichtensender n-tv der Grund dafür. Das Amtsgericht Frankfurt am Main hat dies bestätigt. Die Belegschaft der Zeitung wurde inzwischen von diesem Schritt informiert.

Vorläufiger Insolvenzverwalter sei Frank Schmitt, ein Anwalt aus Frankfurt von der Kanzlei Schultze & Braun. Die Frankfurter Rundschau habe schon länger mit Geldproblemen zu kämpfen, heißt es in dem Bericht von n-tv. In den letzten Wochen versuchte man mit Sparmaßnahmen das Schlimmste zu verhindern. Unter anderem wurde von der Kölner Verlagsgruppe M. DuMont Schauberg angedacht, teilweise mit der Berliner Zeitung zu fusionieren.

Bei der Gewerkschaft Verdi hatte man bis zuletzt gehofft, dass es andere Lösungen für die Probleme geben würde, sagte jetzt Manfred Moos, Landesfachbereichsleiter Medien, Kunst und Industrie bei Verdi in Hessen. "Wir hoffen, dass die bisherigen Gesellschafter dazu beitragen, dass für alle eine gute Lösung gefunden wird." Insgeheim hofft man wohl darauf, dass sich ein Investor für die Frankfurter Rundschau findet, das Blatt aus den roten Zahlen hebt und wieder auf eine finanziell gesunde Basis stellt. Denn Verdi ist der Meinung, dass es sich bei der Zeitung um "eine attraktive Zeitung in einer attraktiven Region" handelt.

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