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Frau erschießt ihren Sohn und sich am Schießstand

An einem Schießstand in Florida erschoss eine 44-jährige Frau zunächst ihren 20 Jahre alten Sohn und anschließend sich selbst. Das Drama wurde von den Sicherheitskameras der Schießanlage aufgezeichnet, die Ermittler sind nun auf der Suche nach möglichen Motiven für die schreckliche Tat. Tonbandaufnahmen, Abschiedsbriefe und die Vorgeschichte der Frau weisen auf schwere seelische Störungen hin.

Die "Associated Press" berichtet von den Videoaufnahmen, welche die Polizei vor ein Rätsel stellen. Die Mörderin Marie Moore wechselt sich mit ihrem Sohn Mitchell ab, beide scheinen gut miteinander auszukommen. Sie unterhalten sich zuvor noch mit anderen Kunden auf dem Schießstand. Dann, während der 20-Jährige auf die Zielscheibe feuert, erschießt ihn seine Mutter ohne ein Wort der Ankündigung von hinten. Der Mann in der Gasse direkt daneben scheint nichts mitzubekommen. Nur wenige Sekunden später richtet sie die Waffe gegen sich selbst und drückt ab. Mitchell stirbt direkt am Schießstand, Marie Moore erliegt ihren Verletzungen später im Krankenhaus.

Die Aufnahmen der schrecklichen Tat

Von Charles Moore, dem Vater des erschossenen 20-Jährigen, erfährt die Polizei später, dass Marie Moore bereits stationäre Aufenthalte in psychiatrischen Einrichungen und einen Selbstmordversuch hinter sich hatte. Familienmitglieder fanden später Tonbandaufnahmen und Abschiedsbriefe der 44- Jährigen. Darin heißt es u.a.: "Gott machte mich zur Königin und ich habe versagt. Ich bin ein gefallener Engel. Er hat mich zur Anti-Christin gemacht." Die Aufnahmen und Briefe machen klar, dass sie ihren Sohn zu "retten" glaubte, und, dass sie meinte, die Welt zu retten, wenn sie den Mord und Selbstmord an einem öffentlichen Ort durchführt. "Hoffentlich, wenn ich sterbe, dann wird es 1000 Jahre Frieden geben", es handelte sich nicht um eine spontane Tat.

Weiterhin entschuldigte sich Marie Moore bei ihrem Freund, dafür, dass sie ihre Pläne geheimhalten musste und bei den Betreibern des Schießstands. In ihrer Handttasche fand man ebenfalls eine Notiz, hier schrieb sie u.a.: "Es tut mir so leid, ich musste meinen Sohn in den Himmel schicken und mich zur Hölle." Offenbar war Marie Moore keine regelmäßige Kundin am Schießstand, aber auch nicht zum ersten Mal da. Um auf einer amerikanischen Schießanlage zu trainieren, reicht es in einem Formular anzukreuzen, dass man bislang niemals kriminell in Erscheinung getreten oder psychisch aufgefallen war.

Bild: YouTube

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