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Freispruch des kanadischen Bus-Mörders

Der kanadische Bus-Mörder Vince Weigang Li ist am Donnerstag von einem Gericht frei gesprochen worden. Im vergangenen Sommer sorgte er mit dem brutalen Mord an einem Sitznachbarn im Bus für Furore. Die Eltern des Opfers kündigten an, sich nicht mit dem Urteil abzufinden.

Es war ein Verbrechen von unvorstellbarer Grausamkeit. Der aus China stammende Vince Li stieg Ende Juli in Kanada in einen Bus, zog nach einiger Zeit ein Messer und stach auf seinen Sitznachbarn ein. Anschließend trennte er den Kopf des 22-jährigen Tim McLean ab, sezierte Teile der Leiche und aß sie. Die anderen Passagiere flüchteten, kurze Zeit später nahm die Polizei den geistig verwirrten Täter fest, in seiner Jackentasche fand man Teile von McLeans Nase und Lippen. Vince Li flehte die Polizisten und später den Richter an, sein Leben zu beenden. Der entschied nun, dass der Mörder nicht für einen Gefängnisaufenthalt geeignet sei.

Laut der "Süddeutschen Zeitung" begriff der zuständige Richter John Scurfield die Tat als derart "grotesk" und "barbarisch", dass der offenbar gestörte Li von der Verantwortung frei gesprochen werden müsste. Gutachter bestätigten eine schwere Schizophrenie bei dem 40-Jährigen, er glaubte auf Befehl Gottes zu handeln. Kurz nach der Tat befand er sich als schuldig, vorm Prozess plädierte er auf "nicht schuldig". Li war schon mehrfach durch geistige Verwirrung aufgefallen, bis dahin allerdings niemals gewalttätig geworden.

Die Eltern des Opfers Tim McLean kündigten an, dafür sorgen zu wollen, dass der Mörder niemals wieder aus dem Gefängnis käme. Nach dem Urteil reichten sie Klage gegen Vince Li, die Busgesellschaft, die kanadische Polizei und die Regierung ein. Es scheint also, als ob in der Angelegenheit um den kanadischen Bus-Mörder noch nicht das letzte Wort gesprochen ist.

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