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Region um Fukushima wird zum Sperrgebiet

Um das havarierte Atomkraftwerk in Fukushima wird aktuell daran gearbeitet, die bestehende Evakuierungszone in ein Sperrgebiet umzuwandeln. Ab Freitag darf das Gebiet 20 Kilometer um das Atomkraftwerk nur noch mit staatlicher Erlaubnis betreten werden.

Ministerpräsident Naoto Kan erklärte die Region um Fukushima zum Sperrgebiet, da die Werte radioaktiver Strahlung aktuell zu hoch seien und daher eine Gesundheitsgefährdung für den Menschen bestehe. Obwohl das Gebiet bereits kurz nach dem Tsunami zur Evakuierungszone erklärt worden war, sollen noch immer 60 Familien in dem Gebiet leben, vermutlich weil sie nicht bereit sind, ihre Heimat zu verlassen und ihr Hab und Gut zu verlieren.

Zudem waren immer wieder Anwohner in die 20 Kilometer-Zone zurückgekehrt, um in den Trümmern ihrer Häuser nach brauchbaren Überresten zu suchen. Mit der Einrichtung des Sperrgebiets, wird der Zugang nun weit stärker kontrolliert werden als bisher.

Pro Haushalt soll es jedoch einer Person ermöglicht werden, mit Schutzanzug und Strahlenmessgerät das Gebiet für zwei Stunden zu betreten. Nach zwei bis drei Monaten soll auch dies nicht mehr möglich sein. Familien die in einem Umkreis von drei Kilometern zum Atomkraftwerk wohnten, wird auch eine temporäre Rückkehr verboten.

Derweil wird überlegt, was mit den ca. 80.000 evakuierten Anwohnern des Atomkraftwerks geschehen soll. Anscheinend wir in Erwägung gezogen, Wohnanlagen nach dem Vorbild deutscher Gartenstädte zu konstruieren. Außerdem denkt die japanische Regierung über eine Entschädigung von umgerechnet 8300 Euro für jeden Haushalt nach.

Aktuell geht die Betreiberfirma des Atomkraftwerks Fukushima davon aus, dass eine Stabilisierung der Reaktoren noch sechs bis neun Monate dauern wird, die angrenzenden Ortschaften dürften aber auch danach für lange Zeit unbewohnbar bleiben.

Quelle: spiegel.de, zeit.de
Bild: youtube.com

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