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G8: Durchbruch im Klimaschutz

Beim G8-Gipfel im italienischen L'Aquila tagen derzeit die Oberhäupter der sieben mächtigsten Industrienationen und Russland. Die Verhandlungen der Präsidenten und Kanzler verlaufen ruhig. In dem Erdbebengebiet demonstrierten nicht so viele Globalisierungsgegner wie erwartet. Kanzlerin Angela Merkel konnte schon den ersten Verhandlungserfolg feiern. Überschattet wird der Gipfel von einem Völker-Aufstand in China.

Klimaschutz ist das Thema von Angela Merkel. Mit ganz bestimmten Vorstellungen und Forderungen reiste sie nach Italien zum G8-Gipfel. Zwei Grad Celsius – mehr dürfe sich die Erde im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter nicht erwärmen. Eine Grenze, die bisher von den USA unter George W. Bush nicht akzeptiert wurde. Doch der neue amerikanische Präsident Barrack Obama stimmte zu. "Die zwei Grad sind jetzt unsere gemeinsame Basis" sagte Angela Merkel laut bild.de und sprach von einer "erfreulichen Entwicklung". Außerdem solle die Kohlendioxid-Emission um 50 Prozent reduziert werden.

Desweiteren sicherten die Staatsoberhäupter Afrika 25 Milliarden Dollar Unterstützung bis 2010 zu. Nachhaltigkeit lautet das Zauberwort. Weniger Soforthilfe von Lebenshilfen bei Hungerkatastrophen, sondern eher der Aufbau einer funktionierenden Landwirtschaft stehe dabei im Vordergrund. 60 Milliarden Dollar fließen bis 2012 für die Bekämpfung von Seuchen und Krankheiten. Deutschland ist übrigens laut bild.de der zweitgrößte Geber der Welt.

Die G8-Oberhäupter verurteilten die Entwicklung im Iran auf schärfste. Dort werde gegen Demonstranten vorgegangen und Journalisten eingesperrt, das sei "inakzeptabel". Ebenso das umstrittene Atomprogramm des asiatischen Staates. Auch die Atom- und Raketentests von Nordkorea sieht der G8-Gipfel mit großer Sorge.

Im Nahen Osten sehen die Staatsoberhäupter eine Zwei-Staaten-Lösung zwischen Israelis und Palästeninensern. Ziel der internationalen Gemeinschaft sei ein gerechter, dauerhafter und umfassender Frieden in der Region.

Überschattet wurde der Gipfel von einem Aufstand der Uiguren in China. Dabei handelt es sich um eine der größten Völkergruppen in dem riesigen asiatischen Staat. Der chinesische Präsident Hu Jintao hat deswegen seine Gipfelteilnahme abgesagt und ist zurück nach China gereist. Laut spiegel.de verlief der Gipfel bisher nahezu ungestört. Das läge aber nicht an der riesigen Sicherheitsvorkehrugen und 15.000 Schutzkräften, sondern wohl eher daran, dass niemand in der von einem Erdbeben schwer gezeichneten Region um L'Aquila Randale anzetteln wolle. Wir schauen weiter gespannt nach Italien zum G8-Gipfel.

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