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Gaddafi ist tot: Libyen atmet auf

Der ehemalige libysche Diktator Muammar al Gaddafi ist tot. In einem Gefecht soll der flüchtige Despot so schwer verwundet worden sein, dass er schließlich seinen Verletzungen erlag, dies berichtet der libysche Übergangsrat. Verschiedene Fernsehsender zeigten bereits ein Bild eines blutverschmierten Leichnams. Das US-Außenministerium und die Nato haben den Tod Gaddafis bislang noch nicht offiziell bestätigt.

Offenbar wurde Gaddafi in seiner Geburtsstadt Sirte getötet, die die Truppen der Übergangsregierung am heutigen Donnerstag als letzte Stellung der Gaddafi-Treuen eingenommen haben. Dabei soll der 69jährige zunächst an den Beinen angeschossen und festgenommen worden sein. Laut Zeugenaussagen versteckte er sich in einem Loch und rief seinen Angreifern 'Nicht schießen, nicht schießen!' zu. Er trug er eine kakifarbene Uniform, einen Turban und einen goldenen Revolver. Die genauen Umstände seines Todes sind noch unklar, verschiedene Medien berichten, dass Gaddafi letztlich durch einen Kopfschuss gestorben ist. Die Leiche des toten Muammar al-Gaddafi soll sich jetzt in der Stadt Misurata befinden.

Die Nachricht vom Tod des Ex-Machthabers verbreitet sich wie ein Lauffeuer im Land. Überall gehen Menschen auf die Straßen, um den Tod Gaddafis zu feiern. In der Hauptstadt Tripolis fahren Menschen in Autokonvois durch die Stadt, geben Freudenschüsse ab und zerreißen die verhasste grüne Flagge des Gaddafi-Regimes.

Über 40 Jahre hatte Gaddafi das Land mit harter Hand regiert, missachtete Menschenrechte und duldete keine Opposition. Nach dem Ausbruch der Revolten gegen seine Herrschaft hatte der Despot erklärt, bis zu seinem Ende kämpfen zu wollen. Nun, da Gaddafi tot ist, gibt es in Libyen endlich die Chance auf eine Zukunft in Frieden.

Quelle: spiegel.de, stern.de

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