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Arzt bestätigt Tod von Gaddafi-Sohn

Nachdem die libysche Regierung um Gaddafi verkündet hatte, dass der Sohn des Diktators und drei Enkel aufgrund eines Nato-Angriffs tot seien, konnte dies nun von einem französischen Arzt bestätigt werden.

Der Mediziner Dr. Gerard Le Clouerec untersuchte die Leichen des zweitjüngsten Sohns Saif al-Arab und der drei Enkelkinder. Er bestätigte, dass es sich bei dem toten Mann mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um den Sohn Gaddafis handele. Die Enkelkinder seien stark entstellt gewesen.

Die Verwandten des libyschen Diktators sollen am Samstag bei einem Angriff auf ein Wohngebiet in Tripolis ums Leben gekommen sein. Auch Gaddafi selbst habe sich in der getroffenen Residenz aufgehalten, sei jedoch unverletzt geblieben. Die libysche Regierung verurteilte die Angriffe und wirft nun der Nato vor, sie mache gezielt Jagd auf Gaddafi.

Als Reaktion auf die Angriffe waren am Wochenende verschiedene ausländische Botschaften angegriffen worden. Das Gebäude der italienischen Botschaft sowie die Wohnhäuser des italienischen und britischen Botschafters seien angezündet worden. Von Seiten der USA wurde dieses Verhalten stark kritisiert, da es einen Bruch der Wiener Konvention darstelle, nach der der Schutz ausländischer Vertretungen gewährleistet bleiben müsse.

Libyen hat sich inzwischen für die Ausschreitungen gegen die Botschaften entschuldigt. Es habe an Polizeikräften gemangelt, die den Ansturm der Bevölkerung auf die ausländischen Vertretungen hätten verhindern können.

Derweil möchten nicht wenige den libyschen Diktator am liebsten tot sehen. So fordert der republikanische Senator John McCain ganz offen, dass man Gaddafi gezielt auszuschalten solle. Die Gefechte in Libyen gehen unterdessen weiter. Es bleibt abzuwarten ob sich die Angriffe Gaddafis, jetzt wo sein Sohn tot ist, noch weiter verschärfen.

Quelle: welt.de, spiegel.de
Bild: youtube.com

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