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Gefangenenaustausch zwischen Israel und Libanon

Die libanesische Hisbollah-Miliz hat im Rahmen des geplanten Gefangenenaustausches die Särge mit den beiden Leichen der israelischen Soldaten übergeben. Bis zuletzt hatten die Angehörigen der Soldaten Ehud Goldwasser und Eldad Regev gehofft, dass die beiden lebendig übergeben werden würden.

Die Entführung der beiden Israelis hatte vor genau zwei Jahren zu dem einmonatigen Krieg mit dem Libanon geführt. Damals konnten die beiden Soldaten Ehud Goldwasser und Eldad Regev nicht gerettet werden. Die Hisbollah machte bis jetzt keine Angaben zu dem genauen Schicksal der beiden Soldaten.

Im Austausch mit den beiden Leichen erklärte sich Israel bereit, im Laufe des Tages die libanesischen Top-Terroristen Samir Kuntar und vier weitere Hisbollah-Kämpfer freizulassen. Israelische Forensiker untersuchten noch per DNA-Analyse, ob es sich bei den Leichen tatsächlich um Goldwasser und Regev handelte, wobei soeben die Bestätigung eintraf, welche die Familien der beiden Soldaten erschütterte.

Geplant und koordiniert wurde der Gefangenenaustausch insbesondere von deutschen Geheimagenten. Zwischenzeitlich wurde das nördliche Grenzgebiet bis zum Ende der Übergabe zur Sperrzone erklärt. Indes sind die Angehörigen auf israelischer Seite geschockt. Sie werden sich nun in psychologische Betreuung begeben.

Im Libanon hingegen soll die Freilassung der Terroristen mit großen Feierlichkeiten begleitet werden – gerade dies erregt den Ärger der Angehörigen. Den Gefangenenaustausch und den Tod der israelischen Soldaten Goldwasser und Regev begleiten libanesische Spruchbänder mit dem Aufdruck: “Israel vergießt Tränen des Schmerzes – Der Libanon vergießt Freudentränen“ .

Quelle: Spiegel-Online
Bild: CNN

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