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Gegen das Spardiktat: Wütender Protest in Madrid, Generalstreik in Griechenland

Am Dienstag kam es in Madrid bei Demonstrationen gegen die Sparmaßnahmen der konservativen Regierung zu schweren Ausschreitungen. Anhänger der Bewegung der 'Empörten' versammelten sich vor dem Parlamentsgebäude. Als einige der Teilnehmer zum Parlament vordringen wollten, versuchte die Polizei die wütende Masse mit Schlagstöcken zurückzudrängen. Einige der Demonstranten warfen Steine auf Polizisten, die wiederum mit Gummigeschossen reagierten.

Medienberichten zufolge sei die Lage gegen 19.00 Uhr eskaliert. Etwa 60 Verletzte wurden bei den Ausschreitungen in Madrid gemeldet, etwa die Hälfte sollen Sicherheitskräfte gewesen sein. 1.300 Polizisten waren im Einsatz, 26 Menschen wurden verhaftet. In der Nacht zum Mittwoch beruhigte sich die Situation in der spanischen Hauptstadt wieder. Viele hundert Menschen verharrten auf einem Platz in der Nähe des Parlaments. Um etwa 1.00 Uhr wurde die Versammlung aufgelöst.

Anlass des Protestes ist das strenge Spardiktat der spanischen Regierung. Die Protestierenden forderten den Rücktritt des amtierenden Ministerpräsidenten Mariano Rajoy. Gleichzeitig wurde die Forderung nach „Weniger Polizei - mehr Bildung" laut. Die Bewegung der "Empörten" setzt sich aus mehreren zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen. Diese sehen den Auslöser der Krise vor allem in der Korruption und Inkompetenz der Regierung.

Auch in Griechenland wird protestiert

Auch in Griechenland wird gegen die Sparprogramme der amtierenden Regierung demonstriert. Hier wurde am Mittwochmorgen zum Generalstreik aufgerufen. Das öffentliche Leben in Athen wurde beinah zum Erliegen gebracht. Es ist der größte Protest seit Antritt der neuen griechischen Regierung. Insgesamt 24 Stunden sollen die Proteste anhalten.

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