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Geheimdokumente in Londoner Zug gefunden

In London sind Geheimdokumente in einem Zug gefunden worden. Das ist kein Scherz, sondern wird inzwischen als ziemlich ernste Angelegenheit behandelt. Geheime Dokumente der Regierung, in denen es um das islamistische Terrornetzwerk Al Qaida geht, wurden von einem Passagier entdeckt, kurz bevor der Zug aus dem Waterloo Bahnhof abgefahren ist. Nun wird untersucht, wie es zu der peinlichen Datenpanne kommen konnte.

Die Geheimdokumente befanden sich in einer orangenen Mappe mit dem Stempel "Streng geheim" und waren eigentlich nur für Regierungsvertreter von Großbritannien,den USA und Kanada bestimmt. Die Geheimdienstberichte sollen auf der ersten Seite das Datum des 5.Junis 2008 tragen. Der Passagier übergab die gefundenen Geheimdokumente an den Sender BBC, der diese Details verlauten ließ.

Die BBC gab außerdem an, dass die Mappe ein Dossier über Al Qaida sowie eine Bewertung der irakischen Sicherheitskräfte enthält. Nach den ersten Ermittlungen stellte man fest, dass die Dokumente einem ranghohen Geheimdienstagenten gehörten. Der ist vorläufig von seinem Dienst suspendiert und wird zu den Ereignissen befragt.

Peinlich ist der gesamte Vorfall ohnehin. Die Briten wird es umso mehr ärgern, weil es nicht das erst Mal ist, dass schlampig mit vertraulichen Regierungsunterlagen umgegangen wurde. Im letzten Jahr waren der Post bereits zwei Datenträgern mit Informationen über 25 Millionen Briten abhanden gekommen. Das hatte schon seinerzeit zu heftigen Diskussionen geführt. Aber Geheimdokumente in einem Zug in London zu verlieren, das schlägt die letzte Panne um Längen.

Quelle: FAZ.net
Bild: Laurence Facun (Flickr)

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