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Generalstreik in Griechenland fordert drei Todesopfer

Der Generalstreik gegen die Sparmaßnahmen der griechischen Regierung droht immer weiter zu eskalieren. Inzwischen verdichten sich Meldungen, dass die Unruhen und Demonstrationen in Athen auch Todesopfer gefordert haben. Aus friedlicher Demonstration wird pure Gewalt.

Über 100.000 Menschen demonstrierten – zunächst friedlich – gegen die Sparmaßnahmen der griechischen Regierung auf den Straßen von Athen. Diese Zahl gab die Athener Polizei nun bekannt. Die Gewerkschaft hatte laut dem MDR zu dem Generalstreik aufgerufen und sprach sogar von 200.000 Teilnehmern. Es handelt sich somit um die größte Demonstration seit 20 Jahren.

Das gesamte öffentliche Leben in Griechenland steht still. Der Flugverkehr ist ebenso lahmgelegt, wie Bus- und Zugverkehr. Öffentliche Gebäude wie Krankenhäuser, Schulen und Behörden werden ebenso bestreikt. Selbst im Radio und TV fallen wegen des Generalstreiks Sendungen aus.

Impressionen der heutigen Demo

Und dann eskalierte es: Jugendliche hätten laut dem Mitteldeutschen Rundfunk versucht, in das Parlamentsgebäude einzudringen. Mit Steinen und Molotowcocktails warfen sie auf Polizeibeamte. Es wurde Tränengas gegen die Demonstranten eingesetzt, viele flüchteten in Panik.

Dazu wurden in Athen zwei Banken angezündet. In einer Bank seien 20 Menschen eingesperrt gewesen. Die meisten hätten sich schließlich nach draußen retten können, drei Griechen jedoch verbrannten in den Flammen. Damit fordert der Generalstreik in Griechenland, mit dem gegen die Sparmaßnahmen protestiert werden soll, bereits drei Todesopfer.

Bild: YouTube

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