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George Clooney bei Protesten verhaftet

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Der Schauspieler und Regisseur George Clooney, sein Vater Nick und weitere Protestierende sind bei einer Protestkundgebung vor der sudanesischen Botschaft in Washington verhaftet worden.

Die Demonstranten beschuldigen den sudanesischen Präsidenten Omar al Baschir, mit der Blockade von Nahrungs- und Hilfslieferungen die humanitäre Lage in der Region an der Grenze zum Südsudan zu verschärfen. Vor den Kameras zahlreicher Fernsehteams forderte George Clooney die Regierung in Khartum auf, grünes Licht für internationale Hilfen im Süden des Landes zu geben, bevor die Lage "zur schlimmsten humanitären Krise auf der Erdoberfläche" werde. Außerdem müsse die Regierung in Khartum aufhören, "ihr eigenes Volk umzubringen, zu vergewaltigen und auszuhungern."

Hier das Video von George Clooneys Verhaftung

Clooney engagiert sich seit Jahren für die Menschenrechte im Sudan und hatte schon diverse Schritte eingeleitet: So warnte er bereits am Mittwoch bei einer Anhörung im US-Senat vor einer humanitären Krise in dem Grenzgebiet. Am Donnerstag bat er bei einem Treffen im Weißen Haus US-Präsident Barack Obama um Hilfe für die Flüchtlinge im sudanesischen Grenzgebiet. Er wollte den US-Präsident dazu bewegen, mit dem chinesischen Präsidenten Hu Jintao über die humanitäre Krise in dem afrikanischen Land zu sprechen. Auch hatte Clooney zuvor schon heimlich die Krisenregion besucht und bei seiner Rückkehr den Regierungstruppen vorgeworfen, mit der Verfolgung unschuldiger Zivilisten in dem Gebiet Kriegsverbrechen zu begehen. Und heute kam es dann eben zu den Protesten mit der anschließenen Verhaftung von Clooney.

Aktualisierung 19.03.2012, 10:00 Uhr

George Clooney ist noch am selben Tag seiner Verhaftung entlassen worden, er musste ein Bußgeld in Höhe von 100 Dollar zahlen. Auf einer Pressekonferenz erklärte Clooney: "Das ist meine erste Festnahme. Und lasst uns hoffen, dass es meine letzte war. Wir waren alle in einer Zelle zusammen, es war schön. Das steht jetzt für immer in meiner Akte. Und das Bild wird überall sein. Hört zu, was wir heute versucht haben zu erreichen, ist, Aufmerksamkeit auf einen anhaltenden Notfall zu richten. Unser Job ist es gerade, die Aufmerksamkeit darauf zu lenken und ein Weg, dies zu tun, ist anscheinend, verhaftet zu werden."

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