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Gewalt gegen Ausländer - Johannesburg im Chaos

Seit Tagen schwappt eine Welle der Gewalt durch Südafrika. Mordlüsterne Mobs aufgebrachter Südafrikaner durchkämmen ganze Stadtteile auf der Suche nach illegalen Einwanderern, denen sie vorwerfen, ihnen Arbeit und Lebensraum wegzunehmen.

Bislang sind mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen. Bei ihnen handelt es sich in der Hauptsache um Simbabwer, die wegen der unerträglichen politischen und wirtschaftlichen Umstände aus ihrer Heimat in das südafrikanische Nachbarland geflohen waren. Einige von ihnen wurden bei den „Säuberungsaktionen“ der Südafrikaner bei lebendigem Leibe verbrannt. Besonders dramatisch und grotesk, dass Derartiges jetzt in einem Land vor sich geht, das selbst so lange unter der Rassismus und Apartheid gelitten hatte...

Ausgegangen waren die Unruhen vor einigen Tagen im Township Alexandra, dort musste die Polizei über 1.000 Personen in Polizeischutz nehmen, da sie um ihr Leben fürchteten. Jetzt ist das Epizentrum der Gewalt weiter nach Johannesburg gewandert.

Der südafrikanische Präsident Tabo Mbeki kündigte entschiedenes Vorgehen der Polizei an und versprach eine genaue Aufarbeitung und Untersuchung der Vorgänge. Das Rote Kreuz Südafrika und Ärzte ohne Grenzen baten derweil um Geld für die Versorgung hunderter Verletzter und warnten gleichzeitig davor, dass Johannesburg direkt auf eine humanitäre Katastrophe zusteuere.

Gewalt gegen illegale Einwanderer in Südafrika



Quelle: Tagesschau, Spiegel-Online
Bild: CNN

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