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Giftanschlag im US-Konsulat in Berlin?

In Berlin musste das US-Konsulat am Donnerstagmorgen teilweise evakuiert werden. Eine Mitarbeiterin klagte über einen metallischen Geschmack im Mund. Bei weiteren Mitarbeitern war es zu Atemproblemen gekommen. Ein verdächtiger Mann befindet sich Medienberichten zufolge immer noch im Gebäude. Die Polizei geht jetzt den Spuren eines möglichen Giftanschlages nach.

Wie Focus-Online berichtet, sei der Mann vermutlich Albanier. Er hatte im US-Konsulat einen Termin, weshalb er der Mitarbeiterin seinen Pass vorlegte. Diese habe sich daraufhin unwohl gefühlt. Als noch zwei weitere Mitarbeiter Atemprobleme bei sich feststellten, wurde ein interner Sicherheitsdienst benachrichtigt.

Der Notruf bei der Polizei und Feuerwehr ging um ca. 11 Uhr ein. Etwa 50 Einsatzkräften und Spezialtechniker rückten aus, um die Luft in den Räumen auf gefährliche Chemiesubstanzen zu untersuchen. Das Konsulat in Berlin wurde vorsorglich geräumt. Über das genaue Verweilen des Mannes ist jedoch noch nichts bekannt.

Überprüft wird ebenfalls, ob der Vorfall eventuell im Zusammenhang mit den gewalttätigen Protesten im Jemen, in Libyen und Ägypten steht. Hier war es aufgrund eines angeblich islamfeindlichen Videos in dieser Woche zu verschiedenen Übergiffen auf US-Institutionen gekommen.

Update

Inwischen wurde der Einsatz der Feuerwehr und Polizei beendet. Die Sperrung des Gebäudes wurde aufgehoben. Der Verdacht eines Giftanschlags hat sich bislang noch nicht bestätigt.

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