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Giraffe Marius an Löwen verfüttert: Zoodirektor bekam Todesdrohungen

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Tierfreunde aus aller Welt sind derzeit entsetzt darüber, was sich in einem Zoo in Kopenhagen, Dänemark, abspielte, denn eine Giraffe namens Marius wurde dort öffentlich getötet und an Löwen verfüttert. Das ganze wurde wie ein Event aufgezogen und der Tierarzt moderierte die Tötung und die Zerlegung des Giraffenbullen. Daraufhin bekam der Zoodirektor mehrere Todesdrohungen.

Über tausend User nutzten Twitter, SMS oder E-Mail, um Direktor Bengt Holst mitzuteien, was sie von dem Drama um den Giraffenbullen halten. Darunter seien auch fünf Todesdrohungen gewesen. "Ich komme und erschieße dich", bekam Holst zugeschickt. Ein anderer User wünscht dem Zoodirektor einen "grausamen Tod". Insgesamt seien es über 1500 Nachrichten gewesen, die meisten von ihnen seien voller Hass.

Dabei war die Tötung des Giraffen legitim und kein Akt der Grausamkeit. Giraffenbulle Marius musste den Zoo verlassen, weil die anderen Giraffen zu sehr verwandt mit ihm waren, Inzucht drohte. Doch angeblich habe sich niemand gefunden, der das Tier mit dem langen Hals beherbergen konnte. Das stimmt nicht ganz. Ein Zoo in Schweden bot Hilfe an und ein Privatmann habe laut BILD sogar 500 000 Euro für das Tier geboten.

Mit einem Bolzenschuss wurde Marius von dem Tierarzt getötet. Der Veterinär lockte die Giraffe erst mit einem Stück Brot an und gab dann den todbringenden Schuss ab. Anschließend erklärte er den Zuschauern, unter denen auch viele Kinder waren, dass das Tier so keine Angst gehabt habe und nicht wusste, was ihn erwarte. Dann wurde der Giraffenbulle zerlegt und den Löwen zum Fraß vorgeworfen. Tierschützer wollten die Tötung per Online-Petition und Demo stoppen. Ein Mitarbeiter des Zoos sagte aber: "Wir füttern unsere Löwen mit Fleisch – und nicht mit Mortadella." Man wolle den Menschen die Natur nahe bringen und die sei eben kein Disney-Film.

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