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Greendex 2008 - Menschen in Entwicklungsländern leben umweltfreundlicher

Eine neue Studie der National Geographic Society und des GlobeScan Meinungsforschungsinstituts hat ergeben, dass Menschen in Entwicklungsländern umweltfreundlicher leben als jene in Industrienationen. Die Verantwortlichen der Studie sehen geringere Kaufkraft als hauptsächliche Gründe dafür.

Die Untersuchung mit dem Namen "Greendex 2008" verarbeitet unter anderem Daten zu Wohnverhätnissen, Konsumverhalten und Verkehrsgewohneiten. In 14 Ländern nahmen je 1.000 Menschen aus Privathaushalten an der Online-Befragung teil. Zusammen mit Kritierien wie Trinkwasserverfügbarkeit, Energienutzung und Wohnraumgröße ergibt sich der sogenannte "Greendex", der Messwert für umweltfreundliches Verhalten.

Mit 60 von 100 möglichen Punkten erreichten die Inder und die Brasilianer den höchsten Wert. Chinesen und Mexikaner folgen. Mit ungefähr 50 Punkten sind die Haushalte der Industrieländer Australien und Deutschland z.B. noch relativ umweltbewusst. Dagegen belegen die US-Amerikaner den letzten Platz mit nur noch knapp 45 Punkten.

Die National Geographic Society sagt, das Bewusstsein für die Natur sei zwar oft ausgeprägter in den führenden Wirtschaftsnationen, aber der Lebensstil würde der Umwelt dennoch stärker schaden. Zugleich befürchten sie, dass mit wachsender Kaufkraft in Entwicklungsländern, das umweltfreundliche Verhalten dort nachlassen würde.

Quelle: FOCUS Online
Bild: Mario-Luca (Flickr), greendex

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