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Greenpeace: Totales Chaos in Moskau

Seit Tagen brennen in Moskau durch eine historische Hitzewelle radioaktiv verseuchte Wälder. Nun geht die Umweltorganisation Greenpeace auf die Barrikaden. Die Moskauer Behörden würden die Gefahren runterspielen und die Menschen nicht über das gesamte Ausmaß aufklären.

Moskau versinkt langsam immer weiter im Chaos. Es herrscht dort absoluter Ausnahmezustand, den die Behörden laut SPIEGEL online aber herunterspielen. Die radioaktiven Wälder brennen, die russische Hauptstadt ist eingedeckt in dickem Smognebel, der immer mehr Menschen krank mache. Zahlreiche Hitzetote gäbe es zu beklagen, wie die Pressesprecherin der Moskauer Gesundheitsbehörde Tatiana Popowa sehr ungeschickt vermeldete: 'Ich möchte keine Zahlen nennen, um die Nervosität nicht zu erhöhen', sagte sie. Ein Satz, der nicht gerade zur Beruhigung der Nerven beiträgt.

Und nun melden sich die internationalen Gesundheits- und Umweltbehörden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO gibt an, dass die Konzentration an schädlichen Gasen wie Stickstoffdioxid, Kohlenmonoxid und Schwefeldioxid in Moskau inzwischen weit über den zulässigen Werten liegen würden. Auch Greenpeace glaubt, die Gefahr sei viel höher, als von Moskau zugegeben wird.

Das russische Greenpeace-Büro in Moskau meldet, dass auf Satellitenfotos klar zu erkennen sei, dass 20 Gebiete in Moskau brennen würden. Einige davon seien in unmittelbarer Nähe der Region Brjansk (Weissrussland), die nach der Tschernobylkatastrophe radioaktiv verseucht wurde. Greenpeace warnt die Moskauer Behörden, die Gefahr herunterzuspielen, zumal es noch keine genauen Werte darüber gäbe, wie gefährlich tatsächlich das Zusammenspiel von Radioaktivität und brennenden Torf und Wäldern sei. Wie groß die Gefahr für Westeuropa durch die brennenden radioaktiv verseuchten Wälder in Moskau ist, darüber gibt es allerdings noch keine Angaben.

Bild: YouTube

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