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Großbritanniens Parlament erlaubt das Züchten von Mensch-Tier-Hybriden

In Großbritannien sind einige Anträge abgelehnt worden, die der Embryonal- und Stammzellenforschung entgegenstanden. Demnach erlaubt das Parlament z.B. das künstliche Erzeugen weitgehend identischer Geschwisterkinder, um ein erkranktes Kind behandeln zu können. Ein weiterer abgelehnter Verbotsantrag betrifft die sogenannten Chimäre oder Hybride. Forschern war es bereits gelungen, Mischwesen aus Menschen und Tier zu erschaffen. Sie dürfen es weiterhin.

Das Produzieren solcher Embryonen aus menschlichem Erbgut in tierischen Eizellen dient Forschungszwecken, man hofft durch die Ergebnisse schwere Krankheiten bekämpfen zu können. Ein Antrag, der die Vorgänge untersagen sollte, wurde mit 336 zu 176 Stimmen abgelehnt. Die Abgeordneten sollten bei ihrer Entscheidung nur ihr Gewissen berücksichtigen. Partei- und Fraktionszugehörigkeit sollten bei der umstrittenen Angelegenheit keine Rolle spielen.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis hitzige Diskussionen um das Thema entfachen. Besonders die katholische Kirche verurteilt die Bemühungen und der konservative Politiker Edward Leigh sprach von "Frankenstein-Wissenschaft". Premierminister Gordon Brown hingegen sprach sich für die Embryonal- und Stammzellenforschung aus. Diese gibt Aussicht auf erfolgreiche Heilmittel gegen degenerative Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson oder Mukoviszidose.

Zu dem erfolreichen Versuch Ende April brauchten die Forscher noch Sondergenehmigungen der entsprechenden Behörde. In einem weiteren Versuch sollen die Embryonen, die zuletzt nach drei Tagen zerstört wurden, sechs Tage am Leben erhalten werden. Nach weiteren Erfolgen wären auch Hybride aus Mensch und Kaninchen, Ziegen und anderen Tieren möglich.

Quelle: tagesschau.de
Bild: Steven Wong (Flickr)

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