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Hacker knacken E-Mails von Sarah Palin

In den USA haben Computerhacker die privaten E-Mails der republikanischen Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin geknackt. Offenbar hatte die Politikerinunter dem Namen gov.sarah@yahoo.com eine zusätzliche private E-Mail-Adresse, die inzwischen allerdings gelöscht worden sei. Die Hacker machten Screenshots von ihren E-Mails und luden sie auf der Internetseite WikiLeaks hoch. WikiLeaks ist vor zwei Jahren anonym ins Leben gerufen worden, um u.a. auf der Basis von geheimen Daten und Informationen unethisches Verhalten von Regierungen zu entlarven.

Erst seit kurzem steht die fünffache Mutter Sarah Palin im Rampenlicht, durch ihre Nominierung zur Vizepräsidentschaftskandidatin neben John McCain ist sie so etwas wie der neue Star des US-Wahlkampfs. Die Hacker wollten Medienberichten zufolge beweisen, dass Palin ein privates und damit wenig gesichertes E-Mail-Konto für offizielle Regierungsschreiben benutzt. Die "New York Times" berichtete vor kurzem noch, dass Palin in strittigen Fragen gern zu dieser Methode greift, da privater E-Mail-Verkehr zwischen ihr und ihren höchsten Mitarbeitern nicht überprüft werden dürfe, falls es zu einer Klage käme.

Das klingt nicht besonders vertrauenswürdig für eine potentielle Vizepräsidentin, dennoch gab man sich offensiv bei den Republikanern. McCains Wahlkampf- Manager Rick Davis sagte: "Dies ist ein schockierender Eingriff in die Privatssphäre der Gouverneurin und gegen das Gesetz. Die Sache ist den Behörden weitergegeben worden und wir hoffen, dass jeder, der in Besitz dieser E-Mails ist, sie löscht. Wir werden das nicht weiter kommentieren." Im November wird sich spätestens zeigen, ob der Angriff der Hacker auf Sarah Palins privates E- Mail-Konto Konsequenzen für die gesamte Partei haben wird.

Quelle: Zeit Online
Bild: JohnMcCain.com

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