Excite

Heute beginnt der G8-Gipfel im italienischen L'Aquila

Heute startet der diesjährige G8-Gipfel im italienischen L´Aquila – Gastgeber Silvio Berlusconi begrüßt dann die Regierungschefs der führenden Industrienationen und Russland zu intensiven Gesprächen über die Weltpolitik und die wichtigsten globalen Probleme. Dabei wollen die Politiker aus Deutschland, den USA, Italien, Großbritannien, Japan, Kanada, Frankreich und Russland auf eine gemeinsame Linie in der Finanz- und Umweltpolitik verständigen. Weitere wichtige Themen auf der diesjährigen Agenda sind Nordkorea, Iran, Afghanistan und Pakistan sowie die Entwicklungshilfe für Afrika.

Eigentlich hätte der G8-Gipfel auf der italienischen Mittelmeerinsel La Maddalena stattfinden sollen. Nach dem schweren Erdbeben in den Abruzzen vom 6. April aber entschied sich Silvio Berlusconi dazu, das Treffen in die Katastrophenregion zu verlegen. Zudem handelt es sich beim diesjährigen G8-Gipfel um den größten und umfangreichsten seiner Art seit Gründung im Jahre 1975.

So geht in diesem Jahr die Zahl der teilnehmenden Staaten weit über die acht führenden Industrienationen hinaus. Zwar nahmen schon immer mehr Staaten an dem Treffen teil, so viele wie jetzt waren es aber noch nie. Dies ist der Einsicht der Industrienationen geschuldet, dass die globalen Probleme nicht mehr nur von einer handvoll bestimmender Staaten allein gelöst werden können. So werden nach dem G8-internen Auftakt vom Mittwoch, die großen Schwellenländer China, Indien, Brasilien, Mexiko und Südafrika dazu stoßen.

Des weiteren werden Sondergesandte und Spitzenpolitiker aus Äthiopien, Algerien, Libyen, Nigeria, Dänemark, Spanien, Türkei, Australien und Südkorea erwartet. Was den Klimaschutz und auch andere Themenkomplexe anbelangt, dürfen zwar naturgemäß nicht allzu große Hoffnungen auf verbindliche Abmachungen an den G8-Gipfel gerichtet werden. Gehofft aber wird darauf, dass besonders mit den Schwellenländern und aufstrebenden Industrienationen einigermaßen verbindliche Abmachungen zum Klimaschutz getroffen werden können.

Eingetroffen als einer der ersten war US-Präsident Barack Obama, der sich im Vorfeld noch mit Italiens Staatspräsident Napolitano zu einem Gespräch verabredet hatte. Abgereist hingegen ist Chinas Staatschef Hu Jin-Tau bereits wieder – wegen des derzeit eskalierenden Uigurenkonflikts flog er direkt zurück nach Peking. Indes kam es in der italienischen Hauptstadt bereits zu ersten Zusammenstößen und Protestaktionen. Die Polizei nahm 38 Demonstranten fest, nachdem maskierte G8-Kritiker Bahngleise und Straßen besetzt hatten und Mülltonnen in Brand setzten. Die größte Demonstration gegen den G8-Gipfel aber erwartet die Polizei für den Freitag in L´Aquila.

Quelle: Sueddeutsche.de, DW-world.de
Bild: YouTube, YouTube

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2016