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Hexenverbrennung in Kenia

Aus dem Dorf Nyakeo im Westen Kenias sind Meldungen bekannt geworden, die an mittelalterliche Szenarien erinnern. Meldungen, bei denen man vom Glauben fällt.

So teilte die dortige Polizei mit, dass mindestens elf Menschen wegen angeblicher Hexerei bei lebendigem Leibe verbrannt wurden. Acht Frauen und drei Männer wurden getötet, wobei zehn der Opfer zwischen 70 und 90 Jahre alt waren. Außerdem wurden etwa 50 Häuser des Dorfes in Brand gesetzt.

Laut Angaben von Augenzeugen habe ein Mob von rund hundert Menschen die Opfer aus ihren Häusern getrieben, diese gefesselt und anschließend verbrannt. Der Ortsvorsteher Mwangi Ngunyi sagte dazu: Nur weil sie jemanden verdächtigen, dürfen die Menschen noch lange keine Selbstjustiz üben. Wir werden die Verdächtigen jagen.

Die Polizei teilte weiter mit, dass im Dorf eine Zusammenkunft stattgefunden habe, in der über das Schicksal der angeblichen Hexen und Zauberer beraten wurde. Bereits in den 90er Jahren waren im Westen Kenias Dutzende Menschen wegen angeblicher Hexerei verbrannt worden. Anlass dafür waren damals kursierende Gerüchte, wonach Menschen wie von Zauberhand zu Kannibalen, Schlafwandlern, stumm oder taub wurden.

Quelle: N-TV, Bild: Arild Storaas (Flickr)

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