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Hochwasser in Deutschland: Aufräumarbeiten im Süden, Evakuierungen im Osten

Und immer noch kein Ende in Sicht: In der Nacht zum Mittwoch sind die Pegelstände der Saale auf bis zu 8 Metern gestiegen, normal sind noch nicht mal 3 Meter. "Seit 400 Jahren ist das der höchste Stand", sagte ein Sprecher aus Halle. Nach der Neustadt würden nun auch Teile in der Innenstadt überflutet. In manchen Straßen wurde bereits vorsichtshalber der Strom abgestellt und es werden zur Zeit Notquartiere in ganz Halle eingerichtet. Momentan spricht man aber noch nicht von Evakuierungen.

In Dresden hingegen werden seit Mittwoch morgen erneut Evakuierungen vorbereitet. Mehr als 600 Menschen sind in der sächsischen Landeshauptstadt von den Überflutungen betroffen. Die Bewohner sind besorgt: Kinder werden nicht in die Kindergärten geschickt und auch hier wurde in vielen Straßenzügen zur Sicherheit der Strom abgestellt. Die Elbe hat bisher einen Stand von über acht Metern erreicht, der Höchststand wird am heutigen Mittwoch aber noch erwartet. Stadtsprecherin Heike Großmann sagte: "Da steigt der Pegel langsam, aber kontinuierlich." Der normale Pegelstand der Elbe liegt bei lediglich zwei Metern.

In Brandenburg ist die Lage bisher weitgehend ruhig. Die Pegelstände der Elbe steigen zwar auch hier deutlich an, aber noch gibt es es keine Hochwasserwarnungen. Mit einer Hochwasserwelle wird aber in den nächsten Tagen gerechnet, wenn das Wasser weiter steigt wie bisher.

In Thüringen und Bayern entspannt sich die Situation hingegen weiter, in weiten Landesteilen haben Aufräumarbeiten begonnen. Nur im Kreis Saale-Holzland gibt es noch keine Entwarnung. In der Dreiflüsse-Stadt Passau sank der Pegel bis Mittwoch früh um etwa drei Meter, die Altstadt ist aber nach wie vor durch das Wasser vom Rest der Stadt abgeschnitten.

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