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Honecker, Schabowski, Mielke: Was wurde aus den Köpfen des SED-Regimes?

25 Jahre nach dem Mauerfall erinnert man sich auf der ganzen Welt an die Ereignisse, die Deutschland wieder zu einem Land zusammenbrachten. 25 Jahre sind eine lange Zeit, aber trotzdem sind noch Reste von damals geblieben und abgesehen von Mauerteilen auch Ideologien. Und es gibt viele der Menschen noch, die damals das SED-Regime führten und heute nicht mehr so sehr in der Öffentlichkeit stehen. Aber was ist aus Honecker, Schabowski und Mielke geworden? Was machen sie heute?

Günter Schabowski

Für den Mauerfall war sein ungenaues Wissen ein großer Antrieb, aber er war auch einer der Verantwortlichen für viele Mauerschüsse und stand als SED-Spitzenfunktionär vorne in den Reihen der Regierung. Heute schämt sich Schabowski für alles, was damals passiert ist. Er hat eine Gefägnisstrafe verbüßt und ist mittlerweile 85.

Erich Mielke

Dieser Mann war als Minister für Staatssicherheit für all die Grundrechtsverletzungen, Bespitzelungen, Überwachungen und den innerstaatlichen Terror in der DDR verantwortlich. Im Namen der "Sicherheit" nahm er damals so vielen Menschen Leben oder Glück, dass es kaum zu fassen ist. Ihm war ein langes Leben beschert: Erst im Jahr 2000 starb er mit 92 Jahren.

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Die Honeckers

Margot Honecker, heute 87, bildet wohl einen der stärksten Kontraste zu der Reue, die Günter Schabowski zeigt. Die an den Mauern Erschossenen seien selbst Schuld, eine solche Dummheit begangen zu haben und dass es die DDR nicht mehr gibt, bezeichnete sie in einem Interview 2011 als "Tragik". Sie lebt immer noch in Santiago de Chile, wo ihr Mann 1993 hingekommen war um ein letztes Jahr mit ihr zusammen zu leben, bevor er selbst im Mai 1994 starb.

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