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Hugo Chávez gewinnt zweites Referendum in Venezuela

Venezuelas streitbarer, sozialistischer Präsident Hugo Chávez hat es nun doch geschafft: In einem zweiten Versuch bekam er Sonntagnacht bei einem Referendum nun die erforderliche Mehrheit für die Veränderung der Verfassung Venezuelas. Das berichtete das Nachrichtenportal heute.de. Nun darf sich der Präsident auch über das Jahr 2013 beliebig oft wiederwählen lassen. Bislang sah die Verfassung – ähnlich wie in den USA – nur eine Amtszeit von höchstens acht Jahren vor.

Bereits vor einem Jahr ließ er das gleiche Referendum durchführen, verlor am Ende aber knapp. Das war jetzt ganz anders. Mit einer massiven Kampagne warb Hugo Chávez in den vergangenen Monaten für die Verfassungsänderung, und so viel sein Sieg am Ende relativ deutlich aus. 54,36% stimmten dafür, 45, 63% dagegen. Nach diesem ziemlich eindeutigen Sieg zeigte sich Chávez kurz nach Bekanntgabe auf dem Balkon des Präsidentenpalastes.

Dort sprach er zu seinen Anhängern – den Chavistas: "Es ist ein großer Sieg. Es lebe das venezolanische Volk. Es lebe die bolivarische Verfassung." Der 54-jährige Chávez wird sich 2012 nun erneut zur Wahl stellen – nach eigenen Angaben will er mindestens bis 2019 die Geschicke seines Landes leiten. Für die Gegner des Referendums – vor allem Studenten und Intellektuelle – ist dies eine Katastrophe. Sie fürchten eine Machtkonzentration und eine drohende Diktatur. Hugo Chávez ist dies sicherlich gleich,er bekam mit dem Referendum endlich, was er wollte.

Bild: CNN.com

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