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Hygiene-Skandal: Unsauberes Operationsbesteck an Münchener Kliniken

An zwei Krankenhäusern in München wurden gravierende Hygienemängel festgestellt. In den Kliniken Bogenhausen und Neuperlach wurde das OP-Besteck nicht ausreichend gereinigt. Der OP-Betrieb wurde in beiden Kliniken vorerst eingestellt, erste personelle Konsequenzen wurden gezogen.

Die beiden Krankenhäuser in der bayerischen Hauptstadt werden von derselben Sterilisationsabteilung mit sauberem Operationsbesteck beliefert. Aber die Geräte hätten nicht alle erforderlichen Reinigungsstufen durchlaufen. Das Besteck sei nicht ausreichend sterilisiert worden. Die Abteilung sei inzwischen geschlossen, berichtet 'Welt Kompakt'.

An den Kliniken Bogenhausen und Neuperlach werden seitdem keine Operationen mehr durchgeführt. Lediglich Notoperationen mit einwandfreiem Ersatzbesteck werden noch vorgenommen. Dass Patienten durch das unzulänglich gereinigte Besteck zu Schaden gekommen sind, darüber gäbe es bisher keine Hinweise.

Das OP-Besteck sei aber nicht nur schlecht gesäubert worden, es fehlten auch immer wieder Teile oder die Bestecksätze wären mit falschen Scheren oder Skalpellen bestückt worden. Aufgrund dieses Skandals wurden bereits erste personelle Konsequenzen gezogen. Reinhard Fuß, zuständiger Geschäftsführer für Strategie und Planung bei den städtischen Kliniken in München, musste seinen Hut nehmen, weil die Kliniken Bogenhausen und Neuperlach mit unzureichend gereinigtem OP-Besteck beliefert wurden.

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