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Im Mordfall Michelle: Sexualstraftäter begeht nach einer Befragung Selbstmord

Ein im Mordfall Michelle befragter Sexualstraftäter aus Leipzig hat Selbstmord begangen. Wir berichteten über die laufenden Ermittlungen in dem Fall. Das achtjährige Mädchen war vor zwei Wochen auf dem Heimweg von der Schule verschwunden. Einige Tage später fand man die Leiche in einem Teich. Nun hat sich ein 40-Jähriger nach einer Routinebefragung das Leben genommen, die Polizei steht vor einem weiteren Rätsel.

Insgesamt sind rund 250 vorbestrafte Sexualstraftäter von der Polizei vernommen worden. Die routinemäßigen Befragungen dienten hauptsächlich der Überprüfung von Alibis. Warum der Mann in einem Abrisshaus Selbstmord beging, weiß niemand. Dennoch besteht für die Behörden erst mal kein Zusammenhang. "Wenn wir einen solchen Zusammenhang gegenwärtig nicht sehen, werden wir Gründe haben," äußerte sich der Leipziger Polizeisprecher ohne näheres zu den Vorstrafen des Selbstmörders zu sagen.

Die Polizei wertet die Spuren aus mittlerweile über 1000 Hinweise aus der Bevölkerung fieberhaft aus. Dennoch ist kein Durchbruch der Ermittlungen im Fall Michelle in Sicht. Weiterhin unklar ist auch die Rolle einiger in einer ehemaligen Gärtnerei gefunden Gegenstände. Die Polizei konnte dort ein Kinderfahrrad, einen Anhänger und einen Stuhl sicherstellen. Derzeit werden die Gegenstände noch auf Spuren untersucht. Ein Zusammenhang im Mordfall Michelle ist aber noch genauso unsicher wie eine Verbindung zum Selbstmord des 40-jährigen Sexualstraftäters.

Quelle: FAZ.net
Bild: YouTube

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