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Immer mehr Ärger für Berlusconi – Partys, Edelhuren und die Kirche

Für Italiens Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi reißen die schlechten Nachrichten derzeit einfach nicht ab – seitdem bereits seit Wochen die Geschichte um die minderjährige Noemie dem Regierungschef schlaflose Nächte bereitete, kommen immer mehr schlüpfrige Details seines ausgefallen Privatlebens ans Licht. Von Noemi spricht derweil eigentlich kaum noch jemand, derzeit geht es in erster Linie um ausschweifende Partys, Edelhuren und Callgirls...

Im Zentrum der neuen Skandale steht die italienische Edel-Prostituierte Patrizia d´Addario, wie Welt.de berichtet. Sie machte in mehreren Interviews öffentlich, 2000 Euro dafür bekommen zu haben, auf Partys von Silvio Berlusconi zu kommen. So erzählt sie: "Beim ersten Mal waren wir ungefähr 20 Frauen. Beim zweiten Abend, am Abend der Wahlen von Obama, habe ich dort übernachtet." Angeblich sollen diese Partys von Berlusconis Freund, dem Unternehmer Gianpaolo Tarantini, iniziiert worden sein.

Aber Patrizia d´Addario geht noch weiter, sie zitiert ein Gespräch mit Berlusconi, das auf Eindeutiges schließen lässt. "Ich gehe duschen und ziehe mir einen Bademantel an. Geh du schon mal in das große Bett", soll Berlusconi zu ihr gesagt haben. Um ihre Aussagen zu beweisen, so d´Addario weiter, verfüge sie über Tonbandaufnahmen und die Aussagen von anderen Mädchen, die an diesem Abend in der Residenz des Ministerpräsidenten zugegen gewesen sein sollen. Berlusconi hingegen bezeichnete sämtlich Beschuldigungen dieser Art derweil als "Müll".

Indes meldete sich laut Angaben von Focus.de aber auch besagter Party-Organisator Tarantini zu Wort. Mehrere italienische Zeitungen zitieren ihn mit den Worten, die Geschichten der Frauen seien falsch und erlogen – sie wollen Berlusconi lediglich schaden. Zwar wurden Frauen zu einigen Partys eingeladen, Geld sei aber ausschließlich für Anreise und Verpflegung gezahlt worden, von Prostitution könne keine Rede sein. Insgesamt wollte er angeblich nur mit den veranstalteten Partys einen guten Eindruck bei Berlusconi machen, es tue ihm jetzt Leid, dass er derartigen Ärger verursacht habe.

Vom Tisch aber ist die gesamte Sache damit wohl noch lange nicht, schließlich meldete sich nun auch die italienische Kirsche zu Wort. So sprach Erzbischof Carlo Ghidelli in der "Corriere della Sera" nun davon, dass der Ministerpräsident die "heilige Pflicht" habe, die Vorwürfe zu entkräften. Als Person des öffentlichen Lebens müsse er nun nicht nur mit Worten, sondern auch mit Fakten etwas entgegensetzen. Andernfalls könne er sein Amt nicht ausüben. Es gelte daher, eine klare Moral zu verteidigen. Berlusconi muss sich nun also anscheinend zu den Anschuldigungen der Prostitution eindeutig bekennen.

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