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Immer mehr Tote – wieder vier Bundeswehrsoldaten in Afghanistan gefallen

Nur knappe zwei Wochen nach den Anschlägen auf deutsche Bundeswehrsoldaten in Afghanistan, bei dem drei von ihnen ums Leben kamen, sind am heutigen Donnerstag vier weitere Soldaten gefallen. Wie Spiegel.de berichtet, war eine deutsche Patrouille auf dem Weg von Kunduz nach Baghlan im Norden des Landes, als sie mit Panzerfäusten angegriffen wurden.

Erst in der vergangenen Woche hatte es ein öffentliches Begräbnis der drei zuvor getöteten Soldaten gegeben, bei dem Bundeskanzlerin Merkel und Verteidigungsminister zu Guttenberg Reden gehalten hatten. Daraufhin versprach der Minister mehr Unterstützung für seine Truppe vor Ort und stellte wegen der eskalierenden Gewalt erstmals schwere Waffen zur Verfügung.

Wie Spiegel.de weiter berichtet, wurde zu Guttenberg nach dem neuerlichen Anschlag auf die Bundeswehr umgehend in Kenntnis gesetzt – wie viele deutsche Soldaten bei dem Angriff darüber hinaus verletzt wurden, ist noch nicht klar. Seit drei Tagen befindet sich zu Guttenberg selbst in Afghanistan, hatte der Truppe vor Ort Mut und Rückendeckung zugesichert.

Nun befand er sich auf der usbekischen Versorgungsstation Termez, als ihn die schreckliche Nachricht der weiteren vier gefallenen Soldaten erreichte. Nun wird die Debatte über Sinn und Zweck des Afghanistan-Einsatzes, die in den vergangenen zwei Wochen immer heftiger geführt wurde, durch den Tot von vier weiteren deutschen Soldaten sicherlich noch einmal angeheizt.

Bild: YouTube

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