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Machtwechsel in China

Man kann durchaus sagen, dass es sich hier um einen historischen Moment in der internationalen Politik handelt, denn China geht nun mit einer neuen Parteispitze die nächsten Jahre an. Die Wirtschaftsmacht, die sich so ungern in die Karten schauen lässt, vertraut nun nicht mehr nur einem Mann an der Spitze, sondern gleich sieben.

Xi Jingping ist der neue starke Mann in China. Der 59-Jährige ist Parteichef der KP. Es wird erwartet, dass er im März als neuer Staatspräsident ernannt wird. Die Nummer 2 in China ist ab sofort Li Kequiang. Welchen Posten er ab März übernehmen wird, ist laut Spiegel online noch offen. Er könnte Ministerpräsident werden oder der Chef des Nationalen Volkskongresses.

Weitere fünf Männer werden ab sofort die Geschicke Chinas lenken. Da wären Zhang Dejiang. Er wurde bekannt, als er vor einem halben den aufstrebenden Politikstar Bo Xilai vertrat. Xilai versank nach verheißungsvollem Start in einem Sumpf von Mord und Korruption. Yu Zhengsheng ist der Chef der KP von Shanghai. Da er bei Reformer Deng Xiaoping lernte, dürfte er dessen Werte weiter in die Partei tragen.

Dazu kommen noch der bisherige Propagandachef Liu Yunshan und der Parteichef von Tianjin, Zhang Gaoli. Diese sieben Männer stehen ab sofort an der Spitze der Kommunistischen Partei in China.

In einer Rede machte Xi Jingping deutlich, worum es in Zukunft gehen werde. Soziale Sicherheit wolle er den Chinesen bieten und vor allem ein "besseres Leben". Allerdings deutet nicht viel daraufhin, dass sich die KP demokratischeren Formen zuwenden möchte. Das Kollektiv sei immer noch das Wichtigste. Allerdings erhofft sich die westliche Welt, dass man zumindest mit der neuen Parteispitze besser kommunizieren kann.

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