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Institut für Zeitgeschichte plant Wiederauflage von Hitlers 'Mein Kampf'

Fast unglaublich aber wahr, in Deutschland könnte es bald tatsächlich zu einer Neu- und Wiederauflage von Adolf Hitlers berühmt berüchtigter Hetz-Schritft 'Mein Kampf' kommen. Aber keine Angst, dahinter stecken nicht die Pläne irgendwelcher wahnhafter Neonazi-Organisationen, sondern das Münchener Institut für Zeitgeschichte (ifz).

Denn aufgrund festgeschriebener Gesetze läuft schon im Jahr 2015 das Urheberrecht für Hitlers ideologisches Hauptwerk aus – bis dahin bestimmt noch das Bayrische Finanzministerium, was mit 'Mein Kampf' geschieht. Damals hatten die Alliierten dem deutschen Freistaat nach 1945 die Urheberrechte an dem Buch übergeben. Gleichsam auferlegten sie der gesamten Bundesrepublik auch die Verantwortung, eine Wiederauflage zu verhindern.

Nun erklärt das ifz die Idee einer Neuauflage von 'Mein Kampf' mit der Begründung, nur mit einer wissenschaftlich kommentierten Version von Hitlers Hass-Schrift könne man rechtsradikalen Neupublikationen nach Ablauf des Urheberrechts etwas entgegensetzen. Wie allerdings die rechtliche Regelung des generellen Verbreitungsverbots umgehen werden kann, ist laut Informationen von Welt.de noch nicht klar.

Denn noch einmal bekräftige das Bayrische Finanzministerium unter der Woche: 'Auch nach Ablauf des Urheberrechts bleibt die Verbreitung nationalsozialistischen Gedankenguts in Deutschlad strafbar.' So oder so, insgesamt muss bei einer tatsächlich möglichen Wiederauflage von 'Mein Kampf' darauf geachtet werden, dass das Buch nicht falsch verstanden werden kann. Jedoch hofft man mit der Neuauflage auch, endlich einmal offen zeigen zu können, dass 'Mein Kampf' eigentlich nur aus aneinander gereihten schwülstigen Formulieren´ besteht, so ein Sprecher.

Bild: IFZ, Diego Carbone (Flickr)

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