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Iranische Sittenwächter gehen gegen sexy Schaufensterpuppen vor

In Iran ziehen die Sittenwächter und die Polizei die Zügel immer fester an - wohl verängstigt durch die immensen Proteste bei der vergangenen Präsidentschafts-
wahl
, versucht das Land vehement jegliche westliche Einflüsse aus den Straßen zu verbannen. Jetzt hat es in einem neuen Erlass die Schaufensterpuppen getroffen.

Unter der Woche wurden Ermittler der Polizei dazu angehalten, die strengen Kleiderforschriften des islamischen Staates auch bei Schausfensterpuppen peinlich genau zu überprüfen. Eine zu kurvige Figur oder ein fehlendes Kopftuch wird nun sofort mit einer Verwarnung bestraft. "Es ist künftig verboten, außergewöhnliche Puppen in den Schaufenstern zu zeigen", hieß es in einer Stellungnahme der iranischen Polizei.

Wie der Spiegel mit Bezug auf die britische BBC berichtet, ist es zudem mit sofortiger Wirkug verboten, männliche Schaufensterpuppen mit Fliege oder Krawatte auszustellen. All diese Accesoires stehen in besonderem Verdacht, gegen die strengen Kleidungsvorschriften zu verstoßen und "unislamisches Verhalten" zu begünstigen.

Besonders seit der ersten Wahl von Mahmud Ahmadinedschad zum iranischen Präsidenten, verfolgt das Land, das 1979 seinen prowestlichen Schar in einer Revolution stürzte, einen besonders harten Sitten-Kurs. Wer nun gegen die neuen Kleidungsvorschriften bei Schaufensterpuppen verstößt, dem droht nach einer ersten Verwarnung ein handfester Prozess.

Bild: Paul Keller (Flickr), PhyrePh0X (Flickr)

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