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Islamismus als Jugendkultur? Berliner Rapper Deso Dogg gehört zur IS-Spitze, britischer Rapper köpft US-Journalisten

Rap und islamistischer Terror rücken immer näher zusammen, der Berliner Denis Cuspert, der unter dem Namen "Deso Dogg" auftrat, scheint die Führungsspitze der radikalen Organisation Islamischer Statt (IS) aufgerückt zu sein. Das jedenfalls meint der Verfassungsschutz. Die Terrororganisation setzt bewusst auf sogenannte "YouTube-Gesichter", um den Islamismus in der Jugendkultur populär zu machen.

Als Sohn einer Deutschen und eines Ghanaers wuchs Cuspert in Berlin-Kreuzberg auf. Er versuchte nach zerrütteter Kindheit seine Wut im Gangsta-Rap herauszuschreien, allerdings mit mäßigem Erfolg. Dann verließ er Deutschland, um sich den Dschihadisten anzuschließen. Zuvor veröffentlichte er noch Videos auf YouTube, in denen er Deutschland offen drohte und einen Krieg ankündigte.

Über Tunesien, Ägypten und Libyen reiste er nach Syrien. Dort erhielt er offenbar Zugang zum direkten Führungskreis des IS. Ein Video zeigt Denis Cuspert, wie er den Treueschwur in Anwesenheit eines der berüchtigsten IS-Kommandeure Nordsyriens abgibt. Für Verfassungsschützer ist das der Beleg dafür, dass Deso Dogg eine große Rolle im Terror spielt: "Ohne seine Glaubwürdigkeit als Dschihadist und seine Bedeutung als Propagandist wäre dies nicht denkbar."

Eine ganze Jugendkultur fühlt sich nun in ein schlechtes Licht gerückt. Rapper wie Deso Dogg oder der Brite Jihadi John tragen den islamischen Terror in die Rap-Szene. Der IS-Kämpfer Jihadi John soll verantwortlich sein für die Enthauptung des US-Journalisten James Foley. Britische Geheimdienste wollen ihn identifiziert haben.

Anscheinend ist es nun eine Masche der IS, auf bekannte Gesichter in europäischen Staaten zu setzen, um auch aus diesem Gebiet Jugendliche für den Dschihad zu begeistern. Man wolle vor allem Kämpfer aus der westlichen Welt gewinnen, deswegen startete die Terrorgruppe auch schon eine "Nutella-Kampagne". Deso Doog galt im September 2013 übrigens als tot, er solle einen Luftangriff in Syrien nicht überlebt haben. Er habe aber wohl in einem türkischen Krankenhaus in der Türkei im Koma gelegen. Jedenfalls sind 2014 wieder Videos von ihm aufgetaucht. Auf den Tod freue er sich aber trotzdem. "Ich wünsch mir den Tod und kann ihn nicht erwarten, bewaffnet mit Bomben und Granaten, mitten im Zentrum oder in der U-Bahn, drück ich auf den Knopf", meint der radikale Islamist.

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