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Islamunterricht schützt vor Radikalisierung junger Muslime

Islam und islamistischer Terrorismus lösen bei vielen Menschen große Angst aus.

Kaum ein anderes Thema ist aber gleichzeitig so beladen mit Vorurteilen und Desinformationen, was die Sache zusätzlich verkompliziert.

Und fragt man die Menschen auf der Straße, was sie von Islamunterricht an deutschen Schulen halten, so stößt man überwiegend auf große Skepsis. Groß ist auch hier die Angst, man würde sich durch einen solchen Unterricht bereits die nächste Generation von Terroristen züchten.

Doch eine Studie hat dieses Vorurteil nun widerlegt: Es konnte gezeigt werden, dass junge Muslime, die schon früh einen ernsthaften Islamunterricht genossen haben, weit weniger anfällig für spätere Radikalisierung waren, als solche, die erst spät mit dem Islam in Kontakt gekommen waren.

Die Studie wies darauf hin, dass gerade die Terroristen, die in Europa radikalisiert wurden, in ihrer Jugend keinerlei Islamunterricht genossen hatten. Gefahr bestehe meist nur, wenn der erste Kontakt mit dem Islam durch radikale Führer geschehe, die eine sehr verengte Auslegung des Korans anböten.

Das Fazit lautet daher: Der richtige Islamunterricht ist nicht Teil des Problems, sondern umgekehrt, Teil der Lösung. Ein Ergebnis, dass die Debatte über die Einführung dieses Unterrichtsfaches an deutschen Schulen nun weiter befeuern wird.

Quelle: Welt-Online
Bild: Lynn Zind El Hadeed (Flickr)

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