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Ist Stierkampf spanische Kultur?

Die Frage, ob Stierkampf zur spanischen Kultur gehört, oder nicht, beantworteten jetzt tausende Spanier klar und deutlich: Unter dem Motto 'Folter ist keine Kultur' demonstrierten sie in der spanischen Hauptstadt Madrid gegen das Volksspektakel Stierkampf und setzten damit die Politik weiter unter Druck.

Denn die konservative Regierung in Spanien hat vor, den Stierkampf zum regionalen Kulturerbe zu ernennen. Damit wäre der Kampf in der Arena geschützt und bliebe für immer erhalten. Vielen Spaniern passt das nicht. Sie riefen zum Protest und tausende kamen zu der Demonstration mit dem eindeutigen Slogan 'Folter ist keine Kultur'.

Der Nachrichtensender n-tv berichtet, dass die Veranstalter die Teilnahmerzahl an der Kundgebung mit 20.000 bezifferte. Bei der Demonstration in Madrid beteiligten sich laut der spanischen Zeitung 'El Pais' 2000 bis 3000 Spanier. Sie hielten Schilder mit dem Slogan hoch und zeigten ein großes Banner mit einem blutenden Stier im Todeskampf.

Im Gegensatz zur spanischen Regierung setzen sich Regionalregierungen immer kritischer mit der Frage des Stierkampfs auseinander. Laut n-tv soll die Region Katalonien kurz davor sein, den Stierkampf zu verbieten. Die Beratungen darüber laufen schon länger. Damit wäre es nach den kanarischen Inseln, auf denen der Stierkampf schon 1991 für illegal erklärt wurde, die zweite Region, die ein Verbot ausspräche. Das wäre im Sinne der Demonstranten, die jetzt bei der Demo gegen Stierkampf klarmachten: Folter ist keine Kultur.

Bild: latorturanoescultura.tripod.com, YouTube

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