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Italien hat gewählt: Silvio Berlusconi regiert das Land

Die Italiener haben gewählt und Silvio Berlusconi hat mit einem großen Vorsprung in beiden Kammern gewonnen.

Zum dritten Mal ist er nun italienischer Ministerpräsident. Nach der Niederlage vor zwei Jahren dachte man noch, seine politische Ära sei beendet, doch Silvio Berlusconi ist wieder da und das mit einer klaren Mehrheit der Sitze in beiden Häusern.

Bis zum späten Montagabend hatte sich Silvio Berlusconi selbst nicht geäußert. Walter Veltroni von der „Demokratischen Partei“ dagegen trat vor die Presse und gab die Niederlage zu: "Sowie es Sitte in jeder westlichen Demokratie ist, habe ich dem Führer der gegnerischen Partei, Silvio Berlusconi, gratuliert und eine gute Arbeit gewünscht."

Nach dem vorläufigen Endergebnis von heute Morgen erhielt Berlusconis Sammelbewegung „Volk der Freiheit“ (PDL) im Senat 47,32% der Stimmen. Walter Veltroni kommt mit seiner Demokratischen Partei (PD) auf 38,01%. In der Abgeordnetenkammer erreichte Berlusconi 46,81% und Veltroni kam auf 37,54%. Veltroni kann somit im Senat 130 Sitze und in der Abgeordnetenkammer 239 Sitze verbuchen. Silvio Berlusconi hingegen 171 im Senat und 340 Sitze in der Abgeordnetenkammer.

Berlusconi und sein Bündnispartner Gianfranco Fini, Führer der Nationalen Allianz, werden von dem Norditaliener Umberto Bossi unterstützt. Dessen rechtspopulistische Lega Nord ein überraschend gutes Wahlergebnis mit landesweit acht Prozent erzielte.

Silvio Berlusconi wurde emotional und hat sich viel vorgenommen: „Ich bin bewegt von dem Wahlergebnis und dem Glauben, den so viele Bürger in mich gesetzt haben.“ Er werde sich zunächst um den Verkauf der Fluggesellschaft Alitalia kümmern und die Müllkrise in Neapel schnell lösen.

Und Italien schreibt dazu:
"Dies ist ein deutlicher und unbestreitbarer Sieg für Silvio Berlusconi. Die Wähler sind in Massen (...) nach rechts gerückt. Die politische Geschichte unseres Landes vollzieht sich in einer perfekten Kreisbewegung (...) mit einer immer neuen Wiedergeburt Berlusconis. (...) Aber was wird jetzt geschehen? Berlusconi hat eine mehr als solide Mehrheit. Die Zahlen, die er zur Verfügung hat, sollten ihm die Möglichkeit geben, eine ganze Legislaturperiode lang zu regieren. Aber die Frage ist, ob es auch tatsächlich eine gesetzgebende Legislaturperiode sein wird, die das Land so dringend braucht." (La Repubblica, Rom)

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