Excite

Italiens Verfassungsgericht verbietet weiterhin die 'Homo-Ehe'

In Italien ist der Versuch dreier homosexueller Paare gescheitert, vor dem Verfassungsgericht die sog. 'Homo-Ehe' zu erstreiten – das oberste Gericht lehnte einen Antrag nun offiziell ab. In Venedig und Trient hatten die Paare mit Hilfe mehrerer Homosexuellenverbände versucht, das Recht auf eine reguläre standesamtliche Heirat zu erstreiten.

In erster Linie beriefen sie sich dabei auf den Gleichheitsgrundsatz, der in der italienschen Verfassung geregelt ist. Dabei argumentierten die Paare, eine gleichgeschlechtliche Ehe wäre durch die Konstitution eben nicht eindeutig verboten – nun aber sprach das Gericht eine Entscheidung. Die Anträge wurden laut Informationen von Diepresse.com als 'nicht zulässig und nicht ausreichend' abgewiesen.

Die Hoffnungen vieler Homosexueller waren gestiegen, seit der ehemalige Ministerpräsident Romano Prodi im Jahr 2007 eine rechtliche Aufwertung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften nach langen internen Streitereien auf den Weg gebracht hatte. Aber auch damals schon war der Druck aus katholischen Kreisen groß – gut möglich, dass dies auch beim jetzigen Verbot der 'Homo-Ehe' in Italien wieder eine Rolle gespielt hat.

Bild: Flickr Tim Pierce und Ludovic Bertron

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2016