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Ja zur Homo-Ehe - 800 Paare stürmen die Standesämter in New York

Es war ein historischer Tag für die USA und den Staat New York - in der Nacht zum Sonntag um Punkt null Uhr trat in dem Bundesstaat das Gesetz in Kraft, das gleichgeschlechtliche Ehen offiziell erlaubt und rechtlich gleichstellt. Mit einer Sondergenehmigung durch den Senat und durch Bürgermeister Michael Bloomberg öffneten die Ämter noch in der Nacht, der Ansturm war gewaltig.

Über 800 Paare hatten sich kurzerhand angemeldet, nun wollten sie keinen Moment länger warten. Dies machte durchaus Sinn, schaut man sich das erste Paar diese Nacht an, die vor den Traualtar trat. Phyllis Siegel (76) und Connie Kopelov (84) sind seit über zwanzig Jahren ein Paar und sind zusammen über 160 Jahre alt. Mit entsprechend großem medialen Andrang wurde die erste in New York geschlossene Homo-Ehe begleitet.

Die beiden etwas hüftsteifen Liebenden konnten ihr Glück kaum fassen. 'Ich kann kaum atmen. Ich fasse es nicht, dass wir das noch erleben', gaben die beiden zu Protokoll. Um den großen Ansturm auf die Ämter zu bewältigen wurden Extraschichten gefahren, selbst das Anwesen von Bürgermeister Bloomberg wurde kurzerhand zum Standesamt umfunktioniert.

Es war eine knappe Mehrheit im republikanisch dominierten Senat, doch am Ende konnte das bedeutende Gesetz durchgebracht werden. Neben Connecticut, Massachusetts, New Hampshire, Vermont und Iowa können gleichgeschlechtliche Paare nun endlich auch in New York als größtem der genannten Staaten ihr Recht auf die Homo-Ehe in Anspruch nehmen.

Quelle: Spiegel.de

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