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Japan: Angst vor dem Flussfieber

Als ob Japan durch Atomkrise und Tsunami nicht schon genug durchlitten hätte, könnte aktuell nun auch noch eine Flussfieber-Epidemie die Menschen in den verwüsteten Regionen heimsuchen. Die Tsutsugamushi-Krankheit, wie das Flussfieber auch heißt, wird durch die Herbstgrasmilbe übertragen.

Das nationale Institut für Infektionskrankheiten in Japan warnt, dass durch das Erdbeben und den Tsunami Schlammmassen mit der Milbe in Regionen gelangt sein könnten, in denen sie normalerweise nicht vorkommt. Bisher sei das Flussfieber jedoch erst bei einem älteren Mann diagnostiziert worden.

Die Symptome der Krankheit sind unter anderem Fieber und Ausschlag. Wenn die Krankheit nicht rechtzeitig mit Antibiotika behandelt wird, kann sie lebensbedrohlich werden. Die betroffenen Gebiete müssten deshalb ausreichend mit Medikamenten versorgt werden, um für den Fall einer weiteren Ausbreitung der Krankheit gewappnet zu sein.

Im havarierten Atomkraftwerk Fukushima leiten die Arbeiter aktuell weiterhin radioaktiv belastetes Wasser aus den Tanks in Meer. Die sei nötig, um Platz für weit stärker verseuchtes Wasser zu schaffen, was die Reparaturarbeiten bisher behindere. Demnächst solle das Wasser mit einem Mega-Tankfloß, das in Yokohama erst noch entsprechend umgerüstet werden muss, abtransportiert werden. Das Floß kann zehn Millionen Liter aufnehmen. Bisher diente es in Shimizu als schwimmende Plattform für Angler.

Für die von der Atomkrise direkt Betroffenen zahlt der Betreiber Tepco auf Anweisung der Regierung nun erste Entschädigungen. Dies betrifft besonders die Menschen, die aus der Sicherheitszone evakuiert wurden und all ihr Hab und Gut zurücklassen mussten. Die Kommunen in der Region sollen ebenfalls Geld von Tepco erhalten. Auch Landwirte in Japan, die durch die radioaktive Kontamination aktuell Umsatzeinbußen haben, können mit Entschädigungen rechnen.

Quelle: sueddeutsche.de, zeit.de, focus.de
Bild: youtube.com

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