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Japan: Nuklear-Aufsicht plädiert für weitere Evakuierungen

Nachdem bereits von verschiedenen Seiten Bedenken hinsichtlich des Umfangs der Sicherheitszone um das zerstörte Atomkraftwerk Fukushima in Japan geäußert wurden, spricht sich nun auch die japanische Nuklear-Aufsicht für eine weitere Evakuierung aus.

Noch hält die japanische Regierung jedoch an den 20 Kilometern Evakuierungszone um das Atomkraftwerk fest. Im Umkreis von 30 Kilometern werden die Menschen bisher nur aufgefordert möglichst zu Hause zu bleiben und Fenster und Türen geschlossen zu halten. Bereits kurz nach Beginn des atomaren Desasters hatten die USA und Südkorea die eingerichtete Zone für zu klein empfunden. Nachdem auch in 40 Kilometern erhöhte eine Strahlenbelastung gemessen wurde, spricht sich auch die UN-Atombehörde IAEO für weitere Evakuierungen ausserhalb der derzeit bestehenden Zone aus.

Derweil steigt die Radioaktivität im Meer weiter. Die Steigerung lässt auf ein Leck schließen, aus dem kontinuierlich Strahlung entweicht. Sorgen machen immer noch die Plutonium-Funde am Boden des Kraftwerks. Plutonium ist extrem gefährlich, schon die Aufnahme kleinster Mengen ist tödlich. Mit einer Halbwertszeit von 24000 Jahren, wird die strahlende Bedrohung eine nahezu ewig währende Hinterlassenschaft der Katastrophe von Fukushima.

Um den weiteren Austritt von Radioaktivität zu unterbinden, haben die Rettungskräfte damit begonnen Teile des zerstörten Reaktors unter Kunstharz zu begraben. Diese Aktion musste jedoch wegen Regenfällen zunächst wieder ausgesetzt werden. Auch von einer speziellen Plane ist die Rede. Damit sollen die zerstörten Anlagen abgedeckt werden.

Auch in anderen Ländern bekommt man die Katastrophe zu spüren, so meldeten die USA etwa minimal erhöhte Strahlenwerte in Kuhmilch, die für den Menschen aber keine Gefahr darstellen. Wie lange der atomare Schrecken noch andauert, kann noch keiner sagen. Oberstes Gebot muss es sein, die austretende Strahlung zu reduzieren. Denn eins gilt als sicher: Sollte in Japan noch mehr Radioaktivität austreten, so dass Tokio konkret bedroht würde, wäre eine vollständige Evakuierung der Millionenstadt nicht möglich.

Quelle: focus.de, tagesschau.de, sueddeutsche.de
Bild: adobe of chaos/flickr.com , daveeza/flickr.com

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