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Japan: Entscheidung innerhalb der nächsten 48 Stunden

In Japan verdichten sich die Nachrichten, dass sich eine Strategie gefunden hat, die beschädigten Reaktoren im Atomkraftwerk Fukushima 1 zu kühlen und so möglicherweise einen weiteren Austritt von radioaktiver Strahlung zu verhindern. Bisher ist die Strahlenbelastung konstant hoch geblieben.

Mit Hubschraubern, deren Außenhüllen zum Schutz der Besatzung vor Verstrahlung mit Blei verstärkt sind, wird pausenlos Meerwasser auf die Reaktoren geschüttet. Außerdem stehen Wasserwerfer der Polizei bereit, mit denen zusätzlich Wasser auf überhitzten Reaktorkerne gespritzt werden soll. Am Abend sollen Dank einer provisorischen Stromleitung, die Kühlsysteme wieder gestartet werden können.

Aufgrund der hohen Strahlenbelastung in unmittelbarer Nähe des Kraftwerks arbeiten derzeit nur noch wenige Menschen an den Reaktoren von Fukushima 1. Sie werden in Japan bereits als Helden gefeiert. Es gibt Nachrichten, dass sich inzwischen weitere Freiwillige gemeldet haben, die bereit sind, die erhebliche Gesundheitsgefährdung auf sich zu nehmen, um die Reaktoren zu stabilisieren.

Derweil bezweifeln die USA und nun auch Südkorea, ob die eingerichtete Sicherheitszone um das Atomkraftwerk ausreicht. Sie empfehlen sich auf maximal 80 Kilometer zu nähern. Sorgen machen internationalen Beobachtern auch die im Abklingbecken lagernden alten Brennstäbe, die bei einem Brand die Lage weiter verschlimmern könnten. Laut Experten sind die nächsten 48 Stunden nun die entscheidenden. Gelingt es den Arbeitern nicht, die Reaktoren wieder zu kühlen, so könne es zu einer Katastrophe kommen, die mit dem Super-Gau von Tschernobyl vergleichbar sei. So äußert sich der Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz, Sebastian Pflugbeil, auf der Nachrichten-Seite Spiegel-Online.

Quelle: spiegel.de
Bild: youtube.com

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