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Jassir Arafat: Todesursache Giftanschlag mit Polonium?

Seit Jassir Arafat vor acht Jahren gestorben ist, wird darüber spekuliert, ob der ehemalige Palästinenserführer eines natürlichen Todes gestorben ist, oder ob er vergiftet wurde: Eine Untersuchung von Schweizer Wissenschaftler ergab nun, dass sich die Gerüchte um einen Mord verdichten, denn man fand eine hohe Menge des Stoffes Polonium im Gewebe von Jassir Arafat.

Die Leiche des ehemaligen PLO-Chefs wurde exhumiert - die Wissenschaftler fanden noch Gewebe am Brustkorb und am Unterleib von Jassir Arafat: Das Schweizer Forscherteam entnahm Gewebeproben und untersuchte diese anschließend - das Ergebnis lautet, dass mit "moderater Sicherheit" gesagt werden, dass einiges für eine Vergiftung mit Polonium spricht.

Mehrere Monate dauerte die Untersuchung des Schweizer Teams. Das radioaktive Polonium zerfällt normalerweise schnell. Allein die Tatsache, dass auch acht Jahre nach dem Tod Arafats noch etwas davon in den Gewebeüberresten zu finden war, spricht für einen hohen Poloniumwert zu Lebzeiten des Palästinensers. Dauerhaft und regelmäßig hatte Arafat aber Polonium nicht eingenommen, denn dafür war es zu ungleichmäßig im Körper verteilt.

Andere Giftstoffe ließen sich nicht nachweisen. Das Schweizer Team ist sich nicht vollkommen sicher, aber es spreche vieles dafür, dass Arafat vergiftet wurde. Und nun wird über die Täter spekuliert. Hauptverdächtiger sind die Israelis. Allerdings war Jassir Arafat längst keine Gefahr oder gleichwertiger Gegner mehr, als er starb. Auch Arafat-Nachfolger Mahmud Abbas steht unter Verdacht. Er habe nach Macht und Geld gestrebt. Das gleiche wird der Arafat-Witwe Suha vorgeworfen. Sie streite sich derzeit angeblich um das Erbe ihres verstorbenen Mannes.

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