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Jonny K.: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Die tragische Geschichte um Jonny K, der im Oktober am Berliner Alexanderplatz von vier Jugendlichen brutal zusammengetreten und somit getötet wurde, erschütterte im letzten Jahr ganz Deutschland. Nun hat die Berliner Staatsanwaltschaft Klage gegen die Täter erhoben. Aber die ist für viele nicht weniger erschütternd.

Denn die vier Jugendlichen müssen sich nicht, wie von vielen angenommen, vor Gericht wegen Totschlags oder Mord verantworten. Ein Vorsatz zur Tötung habe nicht vorgelegen, heißt es in der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft in Berlin. Den Männern im Alter von 19 bis 21 Jahren wird ihnen dann wohl nur gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Zwei von ihnen werden wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge angeklagt.

Eine lebenslange Haftstrafe droht den Tätern also nicht. Im Höchstfalle erwartet sie eine Gefängnisstrafe von 10 bis 15 Jahren. Bisher sind aber noch nicht alle der Verdächtigen angeklagt worden, zwei sind noch flüchtig. Der Haupttäter Bilal K. soll sich in Griechenland aufhalten, ein anderer Verdächtiger mit Namen Onur U. soll in die Türkei geflüchtet sein. Beide werden per internationalem Haftbefehl gesucht.

Der Vorfall, bei dem Jonny K. ums Leben kam, ereignete sich in der Nacht zum 14. Oktober 2012. Vor einem Lokal am Alexanderplatz in Berlin kam es zu einem Streit mit anderen Jugendlichen. Dabei soll einer der Täter einen Freund von Jonny K. zu Boden gestoßen haben. K. habe ihm aufhelfen wollen, wurde dann von den Tatverdächtigen brutal zusammengetreten. Er musste von Notärzten wiederbelebt werden, fiel dann aber ins Koma. Am nächsten Tag starb er dann an einem Blutgerinsel im Gehirn.

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