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Kältewelle in Europa: Todesfälle steigen weiter an

Lang musste Europa teilweise auf den Winter warten und jetzt ist er plötzlich da und das mit vollem Elan! Dabei ist die Verspätung der Kälte nichts ungewöhnliches: "Die lange Dauer der Kälte, ihr relativ spätes Eintreten und das Ausmaß der Kälte sind bemerkenswert, aber nicht außergewöhnlich", so ein internationaler Wetterexperte. Und er gibt Hoffnung, denn ein sibirisches Hochdruckgebiet würde angeblich mildere Temperaturen bringen, was unserem Europa gerade sehr am Herzen liegt.

In einigen EU-Ländern wurden in den lezten Tagen Temperaturen von unter minus 30 Grad Celsius erreicht. Knapp 360 Menschen starben europaweit aufgrund dieser Kälte. In Serbien starben zehn Menschen, mehr als 70.000 Menschen waren wegen des Schnees seit Tagen von der Außenwelt abgeschnitten. In Polen steigt die Zahl der Toten auf 68. In Bulgarien starben insgesamt 19 Menschen. Außerdem haben nach der Regenflut am Montag heftige Schneestürme den Verkehr lahmgelegt. Für das ganze Land galt ein Fahrverbot für schwere Lastwagen. Menschen mussten ohne Strom- und Wasserversorgung auskommen, weil Leitungen beschädigt waren. In der Ukraine kostete die Kälte mit Temperaturen bis minus 30 Grad mindestens 135 Menschen das Leben. Außerdem werden über 2000 Menschen mit Erfrierungserscheinungen in Krankenhäusern behandelt.

Anders sieht es nicht in Italien aus, wo ebenfalls mindestens 25 Menschen seit dem Wochenende gestorben sind. Bis Donnerstag rechnet man hier in diversen Regionen noch mit heftigen Schneefällen. Die Schulen sind seit Tagen geschlossen. Schnee sah man sogar im Süden des Landes wie z.B. Sizilien und Kalabrien. Außerdem befürchtet Italien Engpässe mit der Gaslieferung. Aus Frankreich wurden am Wochenende vier Tote gemeldet.

Und in Deutschland? In Bayern verhindert Eis auf der Donau die Schifffahrt. Auf den Straßen Deutschlands ist der ADAC im Dauereinsatz. In Mecklenburg-Vorpommern haben die Pannenhelfer derzeit fast viermal so viel zu tun wie sonst. Im Nordosten gibt es seit mehreren Tagen morgens Temperaturen um minus 20 Grad, Rekord waren minus 29 Grad am Montag am Stettiner Haff. Mindestens 4 Menschen starben aufgrund der Kälte in Deutschland.

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