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Kampagne gegen sexuelle Gewalt: Frau in Jesus-Pose erregt italienische Politiker

Weil auf einem Poster zum Welttag gegen sexuelle Gewalt (25. November) eine nackte Frau, ähnlich wie Jesu Christi, am Kreuz posiert, fühlen sich einige Italiener in ihren religiösen Gefühlen verletzt. Das Mailänder Stadtratmitglied Maurizio Cadeo will daher nicht, dass dieses Poster aufgehängt wird, auch nicht, um die Rechte vergewaltigter Frauen zu schützen.

Auf dem Poster zu sehen ist eine junge Frau, die mit weißem Leintuch wie am Kreuz hängend posiert und Opfer sexueller Gewalt zur Anzeige bewegen soll. Auf dem Tuch steht "Wer zahlt für die Sünden des Mannes?". Der Frauenschutzverband Telefono Donna, der seit 1992 über 75.000 Frauen beraten hat, ist Initiator der Kampagne gegen sexuelle Gewalt, die jedoch nicht überall in Italien für Verständnis sorgt.

Die Gründerin von Telefono Donna Stefania Bartochetti reagierte erstaunt: "Als Katholikin denke ich, dass das Plakat keineswegs blasphemisch oder beleidigend ist. Wir haben ein beeindruckendes Foto gewählt, um mehr Opfer sexueller Gewalt zur Anzeige zu bewegen. Nur vier Prozent der vergewaltigten Frauen zeigen ihre Angreifer an", so die überraschte Bartochetti über den handfesten Skandal mit Lokalpolitikern über die nackte Frau in Jesus-Pose.

Quelle: diestandard.at
Bild: milano.blogosfere.it

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