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Kanye West schämt sich für seinen Auftritt bei den VMA

Kanye West scheint sich für seinen peinlichen Auftritt bei den MTV Video Music Awards, als er Sängerin Taylor Swift den Siegesmoment versaut hat, sichtlich zu schämen. Mehrere Male – erst halbherzig, dann ganz ehrlich – entschuldigte er sich bei der Sängerin. Doch die ist nicht sauer auf den Rapper. Andere Musikerkollegen dagegen schon. Und auch US-Präsident Barrack Obama.

Es war der größte Moment in der noch jungen Karriere der 19-jährigen Taylor Swift. Gegen schier übermächtige Konkurrentinnen wie Beyoncé und Lady Gaga gewann sie den Award "Best Female" bei den MTV Video Music Awards. Doch sie konnte den Moment nur wenige Sekunden genießen. Da stand schon Kanye West auf der Bühne, nahm ihr das Mikro weg und machte sich für Beyoncé als Siegerin stark. Taylor Swift war völlig irritiert und brachte anschließend kein Wort mehr heraus.

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Kanye West, der auf dem roten Teppich dadurch auffiel, dass er eine halbleere Pulle Whiskey in der Hand hielt, durfte anschließend die Show verlassen. Zu Hause angekommen hat er sich anscheinend sofort vor den Rechner gesetzt und eine Entschuldigung auf seiner Homepage platziert. Zunächst ironisch, denn West schrieb, dass Taylor Swift wirklich gute Texte über das Cheerleader-Dasein mache. Das berichtet mtv.de. Später setzte er noch einen drauf und schrieb, dass er sehr happy für Swift sei und er Fan von echter Popkultur sei. Und krönte das Ganze mit einem „Booooyaaaw“, in Anspielung auf Swifts Country-Musik. Erst einen Tag später schien es ihm wirklich leid zu tun. West meinte, dass er kein Recht gehabt habe, der Sängerin den Moment zu stehlen. Und in der TV-Show von Jay Leno gab er laut countrymusicnews zu, dass er sich daneben benommen habe.

Das sehen auch andere so. Sängerin Kelly Clarkson nennt Kanye West laut gala.de in ihrem Blog ein "taktloses Arschloch". Sie fragte sich via Internet, ob der Rapper in seiner Kindheit nicht oft genug in den Arm genommen worden wäre und er deswegen regelmäßig Aussetzer habe. Clarkson hasse West mehr als ihren "Arschloch-Ex". Und das sei verwunderlich, da sie Kanye West noch gar nicht kennen gelernt habe. Allerdings ist Kelly Clarksons Tonfall in ihrem Blog mindestens genau so peinlich und unangebracht, wie Kanye Wests Eklat bei den VMA.

Auch von oberster Stelle bekam Kanye West einen auf den Deckel. Er sei ein Idiot, sagte niemand geringeres als US-Präsident Barrack Obama. Diese Aussage war kurz auf Twitter zu lesen, wurde aber sofort wieder gelöscht, weil es nicht zur Veröffentlichung gedacht war. Obama habe dies während eines Interviews gesagt, behauptet die englische Boulevard-Zeitung "The Sun". Peinlich, peinlich. Nicht nur für Kanye West, sondern auch für Jay-Z. Denn der hatte noch vor wenigen Tagen damit geprahlt, dass Leute wie Kanye West, Beyoncé und er selbst so wären wie früher Frank Sinatra und Marilyn Monroe. Die hätten sich damals mit Präsident John F. Kennedy getroffen, meinte Jay-Z. Und auch er, Beyoncé und West seien öfters beim Präsidenten der USA. Der sei nur eben jetzt schwarz. Ob Barrack Obama aber jetzt weiterhin einen "Idioten" ins Weiße Haus lässt?

- Hier Barack Obamas Worte zu Kanye West anhören!

Wer das ganze Theater relativ gelassen aufnimmt, ist Taylor Swift selbst. Sie habe sich erst über den Gewinn des Awards gefreut, dann habe sie sich gefreut, dass Kanye West auf die Bühne gekommen sei. Und danach sei das Ganze dann nicht mehr so schön gewesen. So beschreibt sie die Situation. Sie nehme es Kanye West aber nicht übel. Vielleicht weiß Taylor Swift selbst, dass sie durch diese Aktion viel bekannter wurde, als sie es durch den Gewinn des MTV Awards und einer braven Dankesrede je geschafft hätte. Denn das wäre ziemlich schnell in der Flut der Preisverleihungen untergegangen, wenn Kanye West ihr nicht die Dankesrede publikumswirksam versaut hätte.

Bild: MTV.de, MTV.de

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