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Kinderpornographie: Jörg Tauss weist Vorwürfe von sich

Der Prozess wegen strafbarem Umgang von kinderpornographischem Material gegen den ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Jörg Tauss läuft seit heute (18. Mai). Zwischen Mai 2007 und Januar 2009 soll Tauss pornographische Dateien gesammelt und verbreitet haben.

Der Fall schlug hohe Wellen, als im März 2009 bekannt wurde, dass auf den Festplatten des damaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Jörg Tauss kinderpornographische Dateien gefunden wurden. Der Politiker legte daraufhin alles seine Ämter nieder und gab an, das Material lediglich zu Recherchezwecken auf seinem Computer zu haben.

Nun liegt es an der Staatsanwaltschaft herauszufinden, ob Tauss das strafbare Videomaterial privat oder dienstlich nutzte. Beim Prozessbeginn am Landgericht Karlsruhe wiederholte Tauss noch einmal seine Sicht der Dinge. Er habe die Aufnahmen ausschließlich zur dienstlichen Dokumentation besorgt und seine Erkenntnisse in Buch und Reden fließen lassen, sagte der Experte für neue Entwicklungen im Internet laut dem Hamburger Abendblatt.

Der zur Piratenpartei gewechselte Tauss ist sich allerdings bewusst, dass er sich zumindest verdächtigt gemacht habe. Er habe seine Aufgabe so gesehen, dass er sich frei um Themen kümmere, wenn auch mit unorthodoxen Methoden. Objektiv betrachtet ist der Verdacht gegen Jörg Tauss aber erdrückend. Denn es wurden nicht nur Dateien auf seinem Dienstcomputer gefunden, sondern auch drei DVDs in seiner Wohnung und über 70 Dateien auf seinem Mobiltelefon. Jörg Tauss wird es schwer haben, der Staatsanwaltschaft diesen Besitz von kinderpornographischem Material plausibel zu erklären.

Jörg Tauss vor dem Prozessauftakt

Bild: YouTube, YouTube

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